Selbstverständnis « Solidarität und Klassenkampf

Klassenkämpferischer Block – Wer wir sind und was wir wollen

Unsere Initiative will zu einer Stärkung von klassenkämpferischen und antikapitalistischen Positionen beitragen. Wir wollen mit unserem klassenkämpferischen Block versuchen, die Trennung zwischen den Auseinandersetzungen in den Betrieben und auf dem Arbeitsamt, und den anderen politischen Kämpfen zu überwinden. Der klassenkämpferische Block wird von linken Gruppen, GewerkschaftsaktivistInnen und Einzelpersonen getragen, die im Betrieb, bei Initiativen gegen Hartz-IV und verschiedenen anderen politischen Kämpfen wie der Anti-Kriegsbewegung aktiv sind. Statt der Selbstdarstellung von einzelnen politischen Gruppen, setzen wir auf einen gemeinsamen internationalistischen und klassenkämpferischen Ausdruck. Auf der DGB-Demonstration am 1. Mai wollen wir Kämpfe von BasisaktivistInnen thematisieren, die sich gegen die zunehmende Verschlechterung am Arbeitsplatz zur Wehr setzen und beispielsweise gegen die Angriffe auf das Streikrecht, gegen miserable Arbeitsbedingungen oder Entlassungen aktiv sind.

Wir rufen dazu auf, sich bei der Gewerkschaftsdemonstration und bei der revolutionären 1.-Mai-Demonstration am klassenkämpferischen Block zu beteiligen. Fast alle sozialen und politischen Konfliktfelder, die Verschlechterungen unserer Lebens- und Arbeitsbedingungen, haben eine gemeinsame Wurzel: die kapitalistische Produktionsweise, die nach und nach Alles der Profitlogik unterwirft. Diese Ordnung nützt nur der herrschenden Klasse: den Unternehmern und den Verwaltern dieses Systems. Eine gewerkschaftliche und politische Strategie, die sich den Sachzwängen von Wettbewerbsfähigkeit und Standortlogik verpflichtet, kann keine Perspektive für die Klasse der Lohnabhängigen entwickeln, sondern führt nur zu größerem Verzicht, zu Ohnmacht und weiterer Defensive. Angesichts der (noch) vorherrschenden Schwäche der klassenkämpferischen Bewegung innerhalb der Betriebe und der marginalen Rolle der linken Kräfte, ist es sicherlich nicht einfach, unsere Ziele zu erreichen. Um aus der Individualisierung, Vereinzelung und Passivität herauszukommen, müssen wir uns selbst organisieren und den Kampf für unsere Interessen in die eigenen Hände nehmen. Eine Verbindung der verschiedenen Kämpfe ist notwendig, um Spaltungen zu überwinden und an Stärke zu gewinnen.