Inititaive für Solidarität und Klassenkampf http://klassenkampfblock.blogsport.de Sat, 09 Sep 2017 16:36:36 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Mittwoch, 13.09.: Offenes Treffen – „jetzt schlägts 13!“ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/09/09/offenes-treffen-13-9-jetzt-schlaegts-13/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/09/09/offenes-treffen-13-9-jetzt-schlaegts-13/#comments Sat, 09 Sep 2017 16:16:00 +0000 Administrator Allgemein Termin http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/09/09/offenes-treffen-13-9-jetzt-schlaegts-13/ Unter diesem Motto gibt es am jedem Freitag, der auf den 13. Tag des Monats fällt, bundesweite Aktionen gegen eine Firma, die durch besonders schikanöse Behandlung von Beschäftigten, Lohndumping oder massive Angriffe auf Betriebsräte in die Kritik geraten ist. Die Initiative zu dieser Kampagne geht von der Gruppe aktion ./. arbeitsunrecht Köln aus.

Im Oktober ist es wieder soweit. Derzeit findet eine Internetabstimmung statt, welcher Betrieb hier exemplarisch für die Zumutungen des Kapitalismus angeprangert werden soll. Die Vorschläge zu den Firmen kamen von engagierten KollegInnen. Ihr könnt Euch an der Abstimmung beteiligen:

https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/schwarzer-freitag. Für die Abstimmungsbeteiligung bedarf es der Angabe einer Mailadresse.

Nach Stand letzter Woche liegt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit ca. 280 Stimmen vor der Bekleidungkette H&M mit ca. 200 Stimmen in Führung. Weit abgschlagen folgt der Autozulieferer Rotec.

Auf unserem Offenen Treffen wird es kurze Inputreferate zu den arbeitnehmerfeindlichen Bedingungen beim DRK und bei H&M geben. Wir wollen überlegen, wie wir uns mit einer gemeinsamen Aktion am 13. 10. in den Rahmen der Kampagne stellen können.

Offenes Treffen: Mittwoch, 13.9, 19:00 Uhr. im MieterInnenladen, Kreutziger Str. 23, 10245 Berlin-Friedrichshain

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Mittwoch, 14.06: Offenes Treffen – Klassenkampf & Digitalisierung http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/28/mittwoch-14-06-offenes-treffen-klassenkampf-digitalisierung/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/28/mittwoch-14-06-offenes-treffen-klassenkampf-digitalisierung/#comments Sun, 28 May 2017 15:46:30 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/28/mittwoch-14-06-offenes-treffen-klassenkampf-digitalisierung/ Klassenkampf & Digitalisierung – Wie organisieren wir uns und wie kämpfen wir zukünftig? Mit dem Autor Matthias Becker

Glaubt man vielen bürgerlichen Vordenker*innen und Wissenschaftler*innen, dann bringt die fortschreitende Technisierung und Digitalisierung zunehmend ein Ende der klassischen Lohnarbeit mit sich. Computer und Roboter ersetzen an immer mehr Stellen den Menschen als Arbeitskraft. Damit dürfte dann auch der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit im Kern zumindest deutlich zurücktreten und die meisten Menschen hätten keinen Job im klassischen Sinne mehr… Doch stimmt das?

Genau das Gegenteil scheint richtig: Technik und Digitalisierung ersetzen nur bestimmte Abläufe in Unternehmen. Roboter übernehmen nur ganz bestimmte menschliche Arbeiten. Die Folge: Eine Umwandlung und Veränderung der Lohnarbeit durch Abwertung, Verdichtung und Verschleierung. „Die durch digitale Werkzeuge erzwungene Transparenz bedeutet für viele Beschäftigte in den Büros, den Fabrik- und Lagerhallen mehr Stress, mehr Überwachung, weniger Lohn“.

Zu unserem Treffen haben wir Matthias Becker eingeladen. Er hat im Frühjahr 2017 ein Buch zum Thema veröffentlicht und kann uns einen kleinen Einblick in die vielen Facetten technischer Entwicklungen im Kontext kapitalistischer Ausbeutung geben. Wir möchten mit Euch und ihm über die aktuellen Entwicklungen der Automatisierung und Digitalisierung, aber auch über neue Formen der Arbeitsverdichtung, Auslagerung und Ausbeutung sprechen und diskutieren, wie klassenkämpferische Kolleginnen und Kollegen sich in Zukunft organisieren können.

Das Buch: Matthias Martin Becker: Automatisierung und Ausbeutung. Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus, ProMedia Verlag | ISBN: 978-3-85371-418-8

Mittwoch |14. Juni| 19 Uhr | Mieterladen | Kreuzigerstr.23 F’hain

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Mittwoch, 24. Mai ¦ 08:45 Uhr – Unterstützung des Betriebsrats und der Belegschaft von Integral e.V. http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/22/mittwoch-24-mai-0845-uhr-unterstuetzung-des-betriebsrats-und-der-belegschaft-von-integral-e-v/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/22/mittwoch-24-mai-0845-uhr-unterstuetzung-des-betriebsrats-und-der-belegschaft-von-integral-e-v/#comments Mon, 22 May 2017 15:49:33 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/22/mittwoch-24-mai-0845-uhr-unterstuetzung-des-betriebsrats-und-der-belegschaft-von-integral-e-v/ Gezielt wird auf einige, getroffen werden alle! Betriebsrats-Bashing in der Sozialen Arbeit. Die Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht (BAGA) und UnterstützerInnen rufen dazu auf, den Betriebsrat von Integral e.V. bei einer Arbeitsgerichtsverhandlung zu unterstützen Am 24. 05. 2017 findet um 9.00 Uhr ein Beschlussverfahren gegen den Vorstand von INTEGRAL e. V. statt.

INTEGRAL e. V. ist Träger von sozialen Einrichtungen in Berlin. Nun könnte man meinen bei einem sozialen Träger geht es sozial zu und der Umgang ist demokratisch, teilhabeorientiert und transparent. Doch weit gefehlt. Zusammen mit einer für Betriebsrat-Bashing und Union-Busting bekannten Kanzlei wird systematisch versucht, den Betriebsrat in seiner Arbeit zu behindern.

Nun hat der Betriebsrat ein Beschlussverfahren eingeleitet, weil Betriebsräten in 2 Fällen Entgelt gekürzt wurde, als sie erforderlicher Betriebsratsarbeit nachgingen und in einem anderen Fall dem Betriebsrat verwehrt wurde, mit dem Aufsichtsrat des Vereines in Kontakt zu treten. Denn würde der Vorstand sein Ziel erreichen, den Betriebsrat auszubremsen, einzuschüchtern und zu entmutigen, sind die Beschäftigten dort willkürlichen Entscheidungen, Lohndumping und Arbeitsüberlastungen schutzlos ausgeliefert.

Mit diesem Beschlussverfahren macht der Betriebsrat deutlich, was schon im Physikunterricht gelehrt wird: Druck erzeugt Gegendruck!

Wann? Mittwoch, 24. Mai um 08:45 Uhr | Wo? Arbeitsgericht Berlin, Magdeburger Platz 1 / 10785 Berlin / Raum 522

Wir organisieren eine breite und tatkräftige Unterstützung für den Betriebsrat und die Belegschaft von INTEGRAL e.V. am Tag des Kammertermins!

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Mittwoch, 10.05: Offenes Treffen: Radikale Linke & die Lohnarbeit? http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/05/mittwoch-10-05-offenes-treffen-radikale-linke-die-lohnarbeit/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/05/mittwoch-10-05-offenes-treffen-radikale-linke-die-lohnarbeit/#comments Fri, 05 May 2017 16:30:01 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/05/mittwoch-10-05-offenes-treffen-radikale-linke-die-lohnarbeit/ Die radikale Linke & die Lohnarbeit. Die eigene Klassensituation verstehen und daraus handeln

Viele linke Aktivist*innen sind zwar in politischen Gruppen organisiert, gehen auf Demonstrationen und diskutieren den letzten Text aus einer linken Zeitung. Die meisten Aktivist*innen müssen allerdings für ihren Lebensunterhalt auch ihre Arbeitskraft verkaufen.
Und obwohl diese Situation so eindeutig und klar ist, sind sich die meisten Linken ihrer Situation als Lohnabhängige nicht wirklich bewusst, geschweige denn, dass sie daraus auch politische Schlüsse für ihr Handeln ziehen würden. Im Gegenteil, ob in Antifa-Gruppen oder Kiez-Initativen – überall findet sich oft diese Trennung: Auf der politischen Ebene gibt es ein linkes Verständnis, während die eigene Lohnarbeit oft auf der „privaten“ Ebene angesiedelt wird. Damit wird die eigene Arbeitsituation nicht politisch diskutiert und nicht politisiert.
Doch warum ist das so? Und vor allem: Wie können wir diese Abtrennung der eigenen Lohnarbeit aufbrechen und politisieren? Wir wollen beim offenen Treffen daher mit euch darüber diskutieren, welche Erfahrungen ihr als Linke mit der Lohnarbeit & Politik gemacht habt.

Mittwoch | 10. Mai | 19 Uhr | Mieterladen | Kreuzigerstr.23 F’hain

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Bericht & Fotos vom 30. April und 1. Mai 2017 http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/04/bericht-fotos-vom-30-april-und-1-mai-2017/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/04/bericht-fotos-vom-30-april-und-1-mai-2017/#comments Thu, 04 May 2017 21:13:56 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/04/bericht-fotos-vom-30-april-und-1-mai-2017/

Am 1. Mai 2017 nahmen etwa 250 Menschen am klassenkämpferischen Block auf der DGB-Demonstration teil. Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration begann gegen 18:45 Uhr mit über 15000 Menschen am Oranienplatz und zog unangemeldet durch Kreuzberg und Neukölln. Die DGB-Demo begann um 10 Uhr am Hackeschen Markt und zog mit einigen Tausend Teilnehmer*innen bis zum Brandenburger Tor. Der klassenkämpferische Block beteiligte sich daran unter dem Motto „Klassenkämpfe entfalten – Nationalismus, Sexismus und Rassismus bekämpfen!“. Am 30. April fand im Wedding die antikapitalistische Demonstration unter dem Motto „Organize – Selbstorganisiert gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ mit 3000 Teilnehmer*innen statt.

Mit dem Block der Initiative Klassenkämpferischer Block wollen wir eine antikapitalistische Perspektive sichtbar machen, denn der Kapitalismus führt aufgrund seiner Profitlogik zu Krisen, Kriegen und Hungerkatastrophen. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne kapitalistische Ausbeutung, patriarchale und rassistische Unterdrückung. Dies bedeutet für uns, Ansätze von Selbstorganisierung in Betrieben oder anderen Basisgruppen zu unterstützen, genauso wie Initiativen von Mieter*innen im Stadtteil. Mehrere Basisinitiativen haben vom Lauti von ihren Kämpfen berichtet.

Zu Beginn hat die „Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht“ eine Rede gehalten, in der sich gegen die Sozialpartnerschaft des DGB und für eine antikapitalistische Politik ausgesprochen wurde. Ein Kollege vom Botanischen Garten ging auf den langen Arbeitskampf der Beschäftigten ein. Im Dezember 2016 wurde endlich der erste Tarifvertrag unterschrieben, mit dem die Beschäftigten der Betriebsgesellschaft Botanischer Garten einverstanden sind und der ihnen 80 Prozent des Tariflohns gewährt und im Jahr 2019 den vollen Tarif des Öffentlichen Dienstes. Eine Vertreterin einer Aktionsgruppe gegen die Luxusbauprojekte Rigaer Straße 71–73 in Friedrichshain berichtete von ihrem Kampf gegen die CG-Gruppe, die Wohnungen für eine zahlungskräftige Kundschaft bauen will und somit eine Akteurin der Vertreibung ist. In einer Grußbotschaft von Mag Wompel von LabourNet Germany wurde auf den Kampf gegen Leiharbeit eingegangen.

Die FAU Berlin stellte in ihrem Beitrag unter anderem ihre Kampagne „Deliverunion“ vor. Europaweit organisieren sich die Fahrer*innen gegen prekäre Arbeitsbedingungen bei Lieferdiensten wie foodora oder deliveroo. Desweiteren gab es Reden von der Berliner Mietergemeinschaft, dem Oficina Precaria de Berlin, dem Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall, der Erwerbsloseninitiative Basta und von der Gefangenengewerkschaft Bundesweite Organisation. Ein Kollege aus dem Taxigewerbe ging auf die prekären Arbeitsbedingungen in diesem Bereich ein. Eine Aktivistin von labournet.tv zeigte auf, dass es letztlich darum geht, den Produktionsprozess und die Verteilung der Güter selbst als Klasse zu organisieren und unsere Reproduktion, also Kochen, Kinderbetreuung und Hausarbeit, so zu kollektivieren, dass die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung dabei aufgehoben ist. In vielen Beiträgen wurde dazu aufgerufen, im Juli nach Hamburg zu fahren, um gegen das Treffen der G20 zu protestieren.

Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration startete mit über 15000 Menschen gegen 18:45 Uhr vom Oranienplatz aus und zog ohne polizeiliche Anmeldung zunächst durch das Myfest und dann weiter durch die Manteuffelstraße und Reichenberger Straße in Richtung Neukölln. Vorne lief der stadtpolitische Block unter dem Motto „Selber machen – Kämpfen! Streiken! Besetzen!“. Weiter hinten kam der NoG20-Block. Während der Demonstration wurde viel Pyrotechnik gezündet und es wurden lautstark Parolen gerufen. An der Pannierstraße griff die Polizei brutal die Demospitze an. Mehrere Demonstrierende wurden festgenommen. Auch am Spreewaldplatz kam es immer wieder zu brutalen Angriffen der Polizei und zahlreichen Festnahmen.

 

Fotos

Organize-Demo im Wedding am 30. April [1]

Organize-Demo im Wedding am 30. April [2]

Klassenkämpferischer Block auf DGB-Demo [1]

Klassenkämpferischer Block auf DGB-Demo [2]

Klassenkämpferischer Block auf DGB-Demo [3]

Klassenkämpferischer Block auf DGB-Demo [4]

Klassenkämpferischer Block auf DGB-Demo [5]

Revolutionäre 1.-Mai-Demo [1]

Revolutionäre 1.-Mai-Demo [2]

Revolutionäre 1.-Mai-Demo [3]

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1.Mai Aufruf: Klassenkämpferischer Block http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/09/1-mai-aufruf-klassenkaempferischer-block/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/09/1-mai-aufruf-klassenkaempferischer-block/#comments Sun, 09 Apr 2017 20:25:38 +0000 Administrator Aufruf http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/09/1-mai-aufruf-klassenkaempferischer-block/

Klassenkämpfe entfalten – Nationalismus, Sexismus und Rassismus bekämpfen

Auch in diesem Jahr wird es auf der Gewerkschaftsdemonstration des DGB einen Klassenkämpferischen Block geben. Wir wollen damit unsere Perspektive ausdrücken, Verbesserungen im Alltag der Lohnabhängigen selbstorganisiert zu erkämpfen, anstatt sich auf Stellvertreter*innen-Politik und bürokratische Apparate zu verlassen. Darüber hinaus kämpfen wir für eine Gesellschaft, in der Arbeit nicht mehr der Profitmaximierung einiger weniger dient und für viele nur sinnentleerte Maloche für einen kargen Lohn bedeutet, sondern wir streben eine Gesellschaft an, in der sich die Produktion an den Bedürfnissen orientiert.

Der Kapitalismus führt aufgrund der Logik des Profits notwendigerweise zu Krisen, Kriegen und Hungerkatastrophen. Er ist gegen die Interessen der Mehrheit der Weltbevölkerung gerichtet. Wir kämpfen für seine grundlegende Überwindung. Am 1. Mai gehen wir auch gegen die Abschottung Europas und die Formierung rassistischer Kräfte auf die Straße. Die EU gibt drei Milliarden Euro an die Türkei, um Geflüchtete in Lagern zu internieren, anstatt sie nach Europa weiterreisen zu lassen. Dies geschieht im klaren Wissen darum, dass der türkische Staatspräsident Erdogan die Türkei in ein autoritäres Präsidialsystem umformt, das mit militärischer Gewalt gegen den kurdischen Widerstand und mit polizeilicher Repression gegen jegliche ernst zu nehmende Opposition vorgeht. Selbst die Parlamentarier*innen der HDP wurden ihrer Rechte beraubt.

Zugleich formiert sich in der BRD mit der AfD an der Spitze eine rassistische Bewegung, die sich einerseits bundesweit in den Parlamenten festsetzt und anderseits die offene Zusammenarbeit mit gewaltbereiten, bekennenden Nazis bei Aufmärschen oder als Saalschutz nicht scheut. Sie suggeriert, die Interessen der „Zukurzgekommenen“ mit „deutschen Wurzeln“ zu vertreten. Nationalismus ist jedoch keine Alternative zu neoliberaler Elendsverwaltung, sondern treibt sie auf die Spitze!

Wir setzten Standortnationalismus und Konkurrenzkampf grenzüberschreitende Solidarität entgegen. Gegen die Angriffe des Kapitals wollen wir internationale Zusammenarbeit von Arbeiter*innen entwickeln. Die Produktion von Gütern und Dienstleistungen wird zunehmend global arbeitsteilig organisiert – also kann eine weltweit vernetzte Arbeiter*innenklasse sie auch stoppen, und ihre Interessen zur Geltung bringen. In schlecht entlohnten, prekären Bereichen wie Gastronomie oder Taxigewerbe arbeiten viele Migrant*innen. Konzerne, aber auch öffentliche Einrichtungen lagern Bereiche an Tochterunternehmen und Beschäftigungsgesellschaften aus, um die Löhne zu drücken. Doch es ist möglich, dem eine Grenze zu setzen!
Die Kolleg*innen einer Betriebsgesellschaft des Botanischen Gartens haben in einem über zwei Jahre dauernden Kampf einen Tarifvertrag erstritten, der ihnen jetzt 80 Prozent des Tariflohns gewährt und im Jahr 2019 den vollen Tarif des Öffentlichen Dienstes. Das bedeutet für sie nicht nur mehrere Hundert Euro mehr pro Monat im Portemonnaie, sondern die Strategie der Lohndrückerei durch Auslagerung konnte hier gestoppt und ins Gegenteil verkehrt werden. Dies war nur möglich, weil die Kolleg*innen den Arbeitskampf nicht auf gewerkschaftliche Aktivitäten beschränkt hatten, sondern darüber hinaus sehr stark mit außerbetrieblichen klassenorientierten Gruppen zusammen gearbeitet haben.

Arbeit im Haushalt, sowie Pflege- und Erziehungsarbeit sind Bereiche, die häufig unsichtbar bleiben. Sie werden in patriarchalen Gesellschaften wie der unseren in der Regel von Frauen ausgeübt. Hausarbeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen geschehen meist unbezahlt als Teil vermeintlich natürlicher Familienzugehörigkeit. Auch, wenn sie als Lohnarbeit verrichtet werden, sind hier zumeist Frauen am Start – und die Löhne sind sehr niedrig. Doch auch hier regt sich Widerstand. Die Kolleg*innen der Charité-Tochterfirma CFM und der VSG, die aus dem Vivantes-Kinikum ausgegliedert wurden, streiken gemeinsam. Sie fordern nicht nur gleichen Lohn für gleiche Arbeit, dem Tarif entsprechend, sondern vor allem mehr Personal, da die von der Klinikleitung vorgegebene Arbeitsverdichtung die Beschäftigten in den Burnout treibt und das Wohl der Patient*innen gefährdet.

Betriebskämpfe sind jedoch nur eine Seite der Medaille beim Kampf um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Lohnabhängigen. Wenn die Mieten ins Unermessliche steigen oder wir gar wegen Umwandlung in Eigentumswohnungen in andere Stadtteile umziehen müssen, bleibt wenig von Lohnerhöhungen übrig. In den letzten Jahren ist in Berlin eine außerparlamentarische Mieter*innen-Bewegung entstanden, die im Kampf gegen Zwangsräumungen auch Erfolge hatte. Mit dem Widerstand gegen die CG-Gruppe, eine der Akteure der Vertreibung einkommensschwacher Miete*innen, sollen auch die Profiteure stärker in den Fokus des Widerstands geraten.

Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der die individuellen, kulturellen und sozialen Bedürfnisse mit dem, was die Allgemeinheit braucht, vereinbar sind und die Grundlage der Produktion der Güter bilden. Wir gehen am 1. Mai auf die Straße, weil wir die Orientierung an Maximalprofiten nicht als vermeintliches Naturgesetz hinnehmen wollen. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne kapitalistische Ausbeutung, patriarchale und rassistische Unterdrückung. Dies bedeutet für uns, Ansätze von Selbstorganisierung in Betrieben oder überbetrieblichen Basisgruppen zu unterstützen, genauso wie Initiativen von Mieter*innen im Stadtteil. Dies sind für uns jedoch nur Anfänge gesellschaftlich wirksamer Gegenmacht. Um diese aufzubauen, müssen wir uns zusammenschließen und gemeinsam Widerstand leisten.

Klassenkämpferischer Block auf der DGB-Demonstration
1. Mai 2017 | 9.30 Uhr | Hackescher Markt

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1.Mai 2017: Selber machen! – Kämpfen! Streiken! Besetzen! http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/03/1-mai-2017-selber-machen-kaempfen-streiken-besetzen/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/03/1-mai-2017-selber-machen-kaempfen-streiken-besetzen/#comments Mon, 03 Apr 2017 16:20:36 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/03/1-mai-2017-selber-machen-kaempfen-streiken-besetzen/ Zusammen mit der Radikalen Linken Berlin, der Revolutionären Perspektive Berlin, der Antifaschistischen Linken Jugend und Hände weg von Wedding beteiligen wir uns am 1. Mai unter dem Motto „Selber machen! – Kämpfen! Streiken! Besetzen!“ an der antikapitalistischen Demonstration im Wedding am 30. April, am klassenkämpferischen Block bei der DGB-Demonstration und der revolutionären 1.-Mai-Demonstration um 18 Uhr. Der 1. Mai ist ein Anlass die Perspektive einer solidarischen Gesellschaft auf die Straße zu tragen.

Demo Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!
30.04.2017 | 16 Uhr | Leopoldplatz | [Aufruf]

Klassenkämpferischer Block auf der DGB-Demonstration
01.05.2017 | 9:30 Uhr | Hackescher Markt | [Aufruf]

Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration
01.05.2017 | 18:00 Uhr | Oranienplatz | [Aufruf]

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1.Mai Aufruf: Selber Machen!-Bündnis http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/03/1-mai-aufruf-selber-machen-buendnis/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/03/1-mai-aufruf-selber-machen-buendnis/#comments Mon, 03 Apr 2017 16:10:33 +0000 Administrator Aufruf http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/03/1-mai-aufruf-selber-machen-buendnis/

Selber machen! – Kämpfen! Streiken! Besetzen!

Heraus zum 1. Mai 2017

Der 1. Mai ist seit 1886 der internationale Kampftag der Arbeiter*innenklasse. Aktuell ist der Tag für viele Lohnabhängige in der BRD nur noch ein „Feiertag“ und seine politische Bedeutung kaum noch präsent. Die DGB-Gewerkschaften rufen zum „Tag der Arbeit“ auf, treten für mehr soziale Gerechtigkeit ein und appellieren an die Politiker*innen. Uns geht es aber nicht nur um Verbesserungen innerhalb der bestehenden Gesellschaft wie höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen oder bezahlbare Mieten, denn wir haben eine grundsätzliche Kritik an der profitorientierten Wirtschaftsweise. Unser Ziel ist die Überwindung der kapitalistischen Ausbeutung und die Aneignung der Produktionsmittel und des Wohnraums durch die lohnabhängige Klasse. Wir wollen an der rebellischen Tradition des 1. Mai festhalten und den Tag nutzen, um unsere Kämpfe gegen Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat sichtbar zu machen.

Kampf um die Stadt

Steigende Mieten, Luxussanierungen und Zwangsräumungen sind zum Alltag in Berlin geworden. Der Senat hat die zunehmende Wohnungsnot lange geleugnet und stattdessen öffentliche Wohnungsbestände privatisiert. Das Mietrecht wurde in den letzten Jahren verschärft. Berlin wird von den Verantwortlichen gezielt „aufgewertet“. Gegen diese Entwicklungen kämpfen seit Jahren zahlreiche stadtpolitische Initiativen und Gruppen. Aktuell sind mehrere linke Projekte wie der Kiezladen Friedel 54 und die Rigaer 94 von Räumung bedroht. Auch in der Lausitzer Straße in Kreuzberg wehren sich Mieter*innen und Projekte gegen die Umwandlung ihrer Räume in Luxus-Lofts und somit gegen ihre Verdrängung durch den Immobilienkonzern Taekker. Solange der Wohnraum nach kapitalistischer Logik verwertet wird, steigen die Mieten und werden Menschen verdrängt und zwangsgeräumt. Wer die Stadt dem Markt überlässt, weiß, dass nur die „Kaufkräftigen“ auf ihre Kosten kommen. Das Menschenrecht auf Wohnen kann nur gewährleistet werden, wenn der Ausstieg aus dem profitorientierten Wohnungsmarkt gelingt. Wir setzen deswegen der kapitalistischen Stadt unsere Perspektive der Vergesellschaftung von Wohnraum und die Aneignung öffentlicher Räume entgegen.

Selbstorganisiert kämpfen

Wir wollen die herrschenden Zustände nicht hinnehmen, sondern uns zusammenschließen und Widerstand organisieren. In Stadtteilgruppen, betrieblichen und gewerkschaftlichen Organisierungen, an Schule und Uni, in feministischen und antimilitaristischen Initiativen, es gibt zahlreiche Möglichkeiten aktiv zu werden. Setzen wir der Vereinzelung, dem Konkurrenz- und Leistungsdenken unsere Kollektivität und Solidarität entgegen.

Der 1. Mai ist ein Anlass die Perspektive einer solidarischen Gesellschaft auf die Straße zu tragen. Beteiligt euch vor dem 1. Mai an der „Selber machen“-Konferenz und der antikapitalistischen Demonstration im Wedding. Kommt am 1. Mai zum klassenkämpferischen Block bei der DGB-Demonstration und zur revolutionären 1. Mai Demonstration um 18 Uhr.

Radikale Linke Berlin | Revolutionäre Perspektive Berlin | Antifaschistische Linke Jugend | Hände weg von Wedding | Klassenkampfblock Berlin

Demo Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!
30.04.2017 | 16 Uhr | Leopoldplatz

Klassenkämpferischer Block auf der DGB-Demonstration
01.05.2017 | 9:30 Uhr | Hackescher Markt

Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration
01.05.2017 | 18:00 Uhr | Oranienplatz

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Mittwoch, 12.04: Offenes Treffen: Weltarbeiter*innenklasse? http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/01/montag-12-04-offenes-treffen-weltarbeitinnenklasse/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/01/montag-12-04-offenes-treffen-weltarbeitinnenklasse/#comments Sat, 01 Apr 2017 10:34:28 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/04/01/montag-12-04-offenes-treffen-weltarbeitinnenklasse/ Theorie in Diskussion: Weltarbeiter*innenklasse – Aufstand oder Klassenkampf

Auch in den letzten Jahren haben klassenkämpferische Aktivist*innen, Gewerkschafter*innen und solidarische Linke mit einer immer stärkeren Tendenz zu kämpfen: Ein sich verstärkender Klassenkampf von oben, zunehmende Ausbeutung durch Spaltung, Flexibilisierung, Ausgliederungen auf der einen Seite. Auf der Anderen dagegen etablierte Gewerkschaftsmodelle, deren Basen sich immer schwieriger halten können, zunehmende Formen der Individualisierung, der Ausgrenzung und Entsolidarisierung bei den Kolleg*innen. Schwer fällt es diese derzeitige Situation richtig zu beschreiben, geschweige denn sinnvoll zu analysieren und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen. Vor diesem Hintergrund erschien im Sommer 2015 ein, in der linken Zeitschrift Wildcat veröffentlichter, längerer Debattenbeitrag. Der Text versucht die aktuellen Hintergründe und Entwicklungen im globalen Klassenkampf darzustellen, Schlüsse zu ziehen und die Perspektive zu klären. Für uns ist das mindestens ein Grund die Thesen des Textes einmal tiefergehender unter die Lupe zu nehmen. Dazu haben wir eine/n Vertreter/in der Zeitung Wildcat angefragt. Gemeinsam wollen wir den Text und die damit verbundenen Ansätze und Analysen diskutieren und überlegen, welche Tragweite in den Aussagen zu finden sind.

Mittwoch | 12. April | 19 Uhr | Mieterladen | Kreuzigerstr.23 F’hain

Der Text der Zeitschrift wildcat hier.

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Bericht zur Kundgebung gegen Median http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/01/17/bericht-zur-kundgebung-gegen-median/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/01/17/bericht-zur-kundgebung-gegen-median/#comments Tue, 17 Jan 2017 21:54:35 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/01/17/bericht-zur-kundgebung-gegen-median/ Am Freitag, den 13.1. haben im eisigen Regen ca. 25 KollegInnen aus unterschiedlichen politischen und gewerkschaftlichen Initiativen eine Kundgebung vor der Verwaltung der Median- Kiniken in Berlin Charlottenburg abgehalten. Sie richtete sich gegen die gezielte Bekämpfung engagierter Betriebsräte (union busting), an verschiedenen Klinikstandorten. Median ist der größte privatwirtschaftliche Reha- Konzern in Deutschland. Er befindet sich im Besitz des privare-equity-fonds Waterland mit Sitz in den Niederlanden. Finanzinverstoren geht es um hohe Rendite in kurzer Zeit. Das Wohl der PatientInnen wird dem untergeordnet und eine engagierte Interessenvertretung von MitarbeiterInnen stört in diesem Konzept. Die Bezahlung ist untertariflich.

So wurde eine Klinik in Bad Oyenhausen kurzerhand geschlossen, weil dem Unternehmen die gewerkschaftliche Orientierung der MitarbeiterInnen zu hoch war, obwohl sie schwarze Zahlen schrieb. Betriebsräte werden gemobbt und mit Klagen überzogen, um sie zu zermürben und zum Aufgeben zu zwingen.
Dabei wird Median von der Rechtsanwaltskanzlei Beiten Burkhardt vertreten, die auch in Berlin einen Sitz hat.

Die Aktion Arbeitsunrecht e.V. in Köln regt an jedem 13. des Monats , der auf einen Freitag fällt, bundesweite Aktionen gegen einen Arbeitgeber an, der in einer Internetumfrage als besonders skandalöses Beispiel von union busting ausgewählt wurde. Der Klassenkampfblock Berlin hat sich zusammen mit der Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht in diesen Rahmen gestellt, auch wenn klar ist, dass es sich bei Median nur um eine „Spitze des Eisbergs“ im Kapitalismus alltäglicher Ausbeutung handelt.
Am selben Tag fanden Aktionen in über 13 Städten gegen Median statt. In Düsseldorf wurde dem Eigentümer Waterland der Negativpreis „der blutige Pfahl“ verliehen.

Union busting stoppen, Kapitalismus abschaffen – für eine solidarische Gesellschaft !

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