Initiative für Solidarität und Klassenkampf http://klassenkampfblock.blogsport.de Thu, 02 May 2019 14:32:59 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Bericht und Fotos vom 30. April & 1. Mai 2019 http://klassenkampfblock.blogsport.de/2019/05/02/bericht-und-fotos-vom-30-april-1-mai-2019/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2019/05/02/bericht-und-fotos-vom-30-april-1-mai-2019/#comments Thu, 02 May 2019 14:23:45 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2019/05/02/bericht-und-fotos-vom-30-april-1-mai-2019/

Am 1. Mai 2019 beteiligten sich etwa 200 Menschen am klassenkämpferischen Block auf der DGB-Demonstration in Berlin. Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration begann gegen 19:00 Uhr am Wismarplatz in Berlin-Friedrichshain und zog mit über 10 000 Teilnehmer*innen unangemeldet durch Friedrichshain. Die DGB-Demo begann gegen 10 Uhr am Hackeschen Markt und zog mit einigen Tausend Teilnehmer*innen bis zum Brandenburger Tor. Der klassenkämpferische Block beteiligte sich daran unter dem Motto „Zusammen gehört uns die Zukunft – Gegen Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat“. Am 30. April fand im Wedding die antikapitalistische Demonstration unter dem Motto „Unsere Häuser unsere Kieze – Gegen die Stadt der Reichen!” mit fast 4000 Teilnehmer*innen statt.

Mit dem Block wollen wir bei der DGB-Demo antikapitalistische Positionen zum Ausdruck bringen. Es geht uns nicht nur um den Kampf für einzelne Fortschritte wie bessere Arbeitsbedingungen oder bezahlbare Mieten, sondern um eine grundsätzliche Kritik an der profitorientierten Wirtschaftsweise. Wir nehmen die herrschenden Zustände nicht hin und bekämpfen alle Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse. Dazu müssen wir uns vernetzen und einen feministischen und antirassistischen Klassenkampf stärken. Gegen die Sozialpartnerschaft der DGB-Gewerkschaften setzten wir auf Selbstorganisierung und Basiskämpfe. Aktivist*innen von klassenkämpferischen und feministischen Initiativen und aus verschiedenen Betrieben haben vom Lauti von ihren Kämpfen berichtet.

Zu Beginn gab es einen Beitrag der „Anarchosyndikalistischen Jugend Berlin“ eine Jugendgruppe, die den Aufbau einer Schüler*innengewerkschaft anstrebt. Danach sprach eine Vertreterin vom Frauen*streik-Komitee Berlin, sie ging auf die Kämpfe von Frauen* für die Wertschätzung von Sozial- und Erziehungsarbeit, für mehr Personal im Krankenhaus und für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung ein. Außerdem gab es eine Rede von einer Vertreterin der Frauenorganisation GABRIELA und einen Beitrag eines Beschäftigten beim Wombats Hostel. In den letzten Monaten gab viele Proteste gegen das geplante Outsourcing des Reinigungsteams im Wombat’s City Hostel in Berlin.

Es folgte eine Rede von einem Mitglied der Aktion gegen Arbeitsunrecht, welche sich unter anderem für die Verteidigung von klassenbewussten Betriebsräten einsetzt. Ein Kollege von der Arbeitsgruppe Taxi bei ver.di ging auf ihren Kampf gegen Startups wie Uber ein, die mit Dumpinglöhnen die Taxifahrer*innen in den Ruin treiben. Aimo Tügel, U-Bahnfahrer und Mitglied bei ver.di aktiv, sprach über die Situation bei der BVG. Außerdem gab es einen Beitrag von der Aktionsgruppe Rigaer 71-73, die gegen die CG-Gruppe aktiv sind. Zwei Aktivisten der Erwerbsloseninitiative Basta sprachen über ihre praktische Solidaritätsarbeit, in Form von Beratung zu Hartz IV und gegenseitiger Unterstützung in den Konflikten, die Armut mit sich bringt. Des Weiteren gab es noch einen Beitrag zum drohenden Prozess gegen drei Berliner Journalist*innen, die sich mit Indymedia Linksunten solidarisiert haben. Am Rande wurden an der Demo-Route NPD-Plakate entfernt und es gab Rauch am Haus der Wirtschaft.

Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration startete mit über 10 000 Menschen gegen 19:00 Uhr vom Wismarplatz aus und zog ohne polizeiliche Anmeldung durch den Kiez. In der Rigaer Straße gab es Feuerwerk, Transparente und viel Pyrotechnik. Bei der Demo gab es auch Transparente gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall und zur Mobilisierung für das antimilitaristische Camp in Unterlüß im September.

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Heraus zum 1. Mai 2019 http://klassenkampfblock.blogsport.de/2019/04/03/heraus-zum-1-mai-2019/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2019/04/03/heraus-zum-1-mai-2019/#comments Wed, 03 Apr 2019 21:15:29 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2019/04/03/heraus-zum-1-mai-2019/

Unter dem Motto Zusammen gehört uns die Zukunft – Gegen Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat“ rufen wir auf zum klassenkämpferischen Block am 1. Mai auf der DGB-Demonstration 2019. Mit dem Block wollen wir innerhalb der Demonstration eine antikapitalistische Position zum Ausdruck bringen. Statt Sozialpartnerschaft und Stellvertreter*innen-Politik setzen wir auf die Selbstorganisierung der Lohnabhängigen. Es geht uns nicht nur um den Kampf für einzelne Fortschritte wie bessere Arbeitsbedingungen oder bezahlbare Mieten, sondern um eine grundsätzliche Kritik an der profitorientierten Wirtschaftsweise.

Aufruf als PDF

Die kapitalistische Verwertungslogik durchzieht alle Bereiche der Gesellschaft. Auch mit Wohnungen wird Profit gemacht. Die meisten Lohnabhängigen sind Mieter*innen und darauf angewiesen, bezahlbare Wohnungen zu finden. In Berlin haben sich die Mieten in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Unser Einkommen geht zu einem immer höheren Anteil für die Miete drauf. In Berlin gibt es zahlreiche Kämpfe von Mieter*innen gegen die Immobilienkonzerne, die ihre Rendite mit Mietsteigerungen erzielen. Ein Beispiel ist die Deutsche Wohnen, deren Häuser zum größten Teil früher städtisch waren. Die Kampagne „Deutsche Wohnen enteignen“ hat zum Ziel die Wohnungen wieder in öffentliches Eigentum zu überführen.

Viele Kämpfe finden in Berlin im Gesundheitswesen statt. Seit Mai 2018 führen die Mitarbeiter*innen der Charité Physiotherapie- und Präventionszentrum GmbH (CPPZ) einen Arbeitskampf. Die CPPZ ist eine 100-prozentige-Tochter der Charité in die im Jahr 2009 sämtliche therapeutischen Leistungen an der Charité (Physiotherapie, Ergotherapie und medizinische Bäder) ausgegliedert wurden. In dem Betrieb arbeiten etwa. 65 Beschäftigte unter den Konditionen des Tarifvertrags der Charité (TVöD) und etwa 110 Beschäftigte ohne Tarifvertrag. Die Beschäftigten ohne Tarifvertrag verdienen bis zu 30 Prozent weniger als ihre Kolleg*innen mit Charité-Vertrag. Die Beschäftigten kämpfen für eine Angleichung an den TVöD. Im Gesundheitswesen arbeiten mit einem Anteil von 75 Prozent nach wie vor überwiegend Frauen*. Sorgearbeiten wie Pflege, Betreuung von Kindern und Hausarbeit wird überwiegend von Frauen* geleistet, die dafür schlecht oder gar nicht entlohnt werden.

Besonders von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen sind Migrant*innen, die zum Beispiel in der Pflege, in Haushalten oder in der Landwirtschaft arbeiten. Die miesen Arbeitsbedingungen sind durch unbezahlte Überstunden, niedrige Löhne, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keinen Kündigungsschutz gekennzeichnet. In Berlin haben sich mit dem Oficina Precaria oder den Critical Workers verschiedene Organisierungen von Migrant*innen gebildet, um Solidarität aufzubauen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

In den letzten Monaten gab es auch Proteste gegen das geplante Outsourcing des Reinigungsteam im Wombat’s City Hostel in Berlin. Die Auslagerung betrifft hauptsächlich Frauen* zwischen 50 und 60 Jahren, die teils schon seit 10 Jahren im Hostel arbeiten. Das Berliner Hostel ist das einzige Haus der Kette, in dem gegen den erbitterten Widerstand des Managements ein Betriebsrat gewählt wurde.
Für Profite werden Menschen ausgepresst, die Umwelt zerstört und in Kriegen für Rohstoffe und Märkte wird über Leichen gegangen. Ein Profiteur der weltweiten Kriege ist der größte deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall, der zum Beispiel Munition an Saudi-Arabien liefert, welches seit 2015 Krieg gegen den Jemen führt, bei dem Zehntausende Menschen starben.

Die Verwertungsinteressen des Kapitals, patriarchale und rassistische Verhältnisse stehen einem schönen Leben für uns alle im Weg. Wir gehen am 1. Mai auf die Straße, um deutlich zu machen, dass wir die herrschenden Zustände nicht hinnehmen und alle Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse bekämpfen. Dazu müssen wir uns vernetzen und einen feministischen und antirassistischen Klassenkampf stärken. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft jenseits von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat!

Klassenkämpferischer Block | DGB-Demonstration | 1. Mai 2019 | 9:30 Uhr | Hackescher Markt
Demonstration „Unsere Häuser – Unser Kiez – gegen die Stadt der Reichen“ | 30. April | 17 Uhr | Leopoldplatz
Revolutionäre-1.-Mai-Demo | 18 Uhr |Wismarplatz

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Bericht und Fotos vom 30. April & 1. Mai 2018 http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/05/02/bericht-und-fotos-vom-30-april-1-mai-2018-2/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/05/02/bericht-und-fotos-vom-30-april-1-mai-2018-2/#comments Wed, 02 May 2018 11:02:32 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/05/02/bericht-und-fotos-vom-30-april-1-mai-2018-2/ Am 1. Mai 2018 nahmen etwa 200 Menschen am klassenkämpferischen Block auf der DGB-Demonstration teil. Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration begann gegen 18:30 Uhr am Oranienplatz und zog mit 15 000 Teilnehmer*innen unangemeldet durch Kreuzberg. Die DGB-Demo begann um 10 Uhr am Hackeschen Markt und zog mit einigen Tausend Teilnehmer*innen bis zum Brandenburger Tor. Der klassenkämpferische Block beteiligte sich daran unter dem Motto „Klassenkämpfe entfalten – Nationalismus, Sexismus und Rassismus bekämpfen!“. Am 30. April fand im Wedding die antikapitalistische Demonstration unter dem Motto „Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!” mit 4000 Teilnehmer*innen statt.

Mit dem Block der Initiative Klassenkämpferischer Block wollen wir eine antikapitalistische Perspektive bei der DGB-Demo sichtbar machen und deutlich machen, dass wir uns nicht auf Stellvertreter*innen-Politik und bürokratische Apparate verlassen dürfen, sondern selbst aktiv werden und Kämpfe selbstorganisiert führen müssen. Uns geht es aber nicht nur um Verbesserungen innerhalb der bestehenden Gesellschaft wie höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen oder bezahlbare Mieten, denn wir haben eine grundsätzliche Kritik an der profitorientierten Wirtschaftsweise. Die Verwertungsinteressen des Kapitals, patriarchale und rassistische Verhältnisse stehen einem schönen Leben für uns alle im Weg. Aktivist*innen von Basisinitiativen und aus verschiedenen Betrieben haben vom Lauti von ihren Kämpfen berichtet.

Zu Beginn gab es einen Beitrag der „Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht“ welche gegen Union Busting und das Schikanieren von aktiven Kolleg*innen vorgeht. Ein Kollege vom Botanischen Garten berichtete vom erfolgreichen Kampf der Beschäftigten am Botanischen Garten, die sich in den Tarifvertrag der Länder zurückgekämpft haben. Die Betriebsgesellschaft, die zum Zweck des Lohndumpings als 100-prozentige Tochter der Freien Universität gegründet worden war, wurde zum 01.01.2018 aufgelöst. Alle Beschäftigten wurden in die Freie Universität zurückgeführt. Eine Vertreterin der Kampagne „Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!“ ging auf die negativen Folgen des „Prostituiertenschutzgesetzes“ für Sexarbeiter*innen ein, die sich aufgrund des Gesetzes registrieren lassen müssen, wobei völlig unklar ist, wer die Daten alles bekommt. Viele Sexarbeiter*innen entscheiden sich gegen die Registrierung und müssen illegalisiert arbeiten.

Es folgte eine Rede von einem Kollegen aus dem Taxigewerbe, der auf die prekären Arbeitsbedingungen in diesem Bereich einging. Es gibt seit mittlerweile 10 Jahren eine weitgehend selbstorganisierte Arbeitsgemeinschaft engagierter Taxifahrer*innen bei ver.di, die gegen die Situation aus Überausbeutung und Entrechtung ankämpft.
Ein Redner der Berliner Mietergemeinschaft thematisierte die akute Wohnungsnot in Berlin und forderte einen sozialen und kommunalen Wohnungsbau, der nicht gewinnorientiert sein darf, sondern gute Wohnungen für alle zur Verfügung stellt.

Außerdem gab es einen Betrag von TVStud Berlin, der Tarifinitiative der studentischen Beschäftigten. Seit 2001 wurden die Stundensätze der Beschäftigten nicht erhöht, während die Kosten insbesondere für Miete enorm gestiegen sind. Die Demo zog an der Mall of Shame in der Leipzigerstraße vorbei. Hier wies eine Aktivistin der FAU AG Mall of Shame auf den Kampf um nach wie vor ausstehende Löhne der rumänischen Arbeiter hin. Am 3. Mai findet dazu ein weiterer Gerichtstermin statt.

Eine Aktivistin von labournet.tv. dokumentierte eine Rede eines Amazon-Arbeiters aus Berlin: „Seit 2 Jahren arbeite ich da. Bei uns gibt es jeden Tag eine Veränderung, so dass wir alle langsam denken, ob wir Arbeiter oder Versuchskaninchen sind, ob wir uns in einem Labor oder in einem Arbeitslager befinden. Aber was immer unverändert bleibt, das sind: Mindestlöhne, unbezahlte Überstunden und endlose Schikanen.“ Weitere Reden gab es von Beschäftigten an der FU und bei der Vivantes Service GmbH (VSG) sowie dem Make-Amazon-Pay-Bündnis.

Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration startete mit etwa 15000 Menschen gegen 18:30 Uhr vom Oranienplatz aus und zog ohne polizeiliche Anmeldung zunächst durch das Myfest und dann weiter durch die Manteuffelstraße und Skalitzerstraße zum Schlesischen Tor. Mit dabei war der „Fahnenmeer“-Block in dem viele Fahnen der kurdischen Bewegung gezeigt wurden, darunter auch viele Fahnen der in der BRD verbotenen kurdischen Arbeiter*innenpartei PKK. Während der Demonstration wurde Pyrotechnik gezündet und es wurden lautstark Parolen gerufen.

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Heraus zum 1.Mai 2018! http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/16/heraus-zum-1-mai-2018/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/16/heraus-zum-1-mai-2018/#comments Mon, 16 Apr 2018 21:58:43 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/16/heraus-zum-1-mai-2018/ Basisorganisierungen stärken und vernetzen! Beteiligt euch vor dem 1. Mai an der antikapitalistischen Demonstration im Wedding. Kommt am 1. Mai zum klassenkämpferischen Block bei der DGB-Demonstration und zur revolutionären 1. Mai Demonstration um 18 Uhr.

Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!
30.04.2018 | 16 Uhr | Leopoldplatz | [Aufruf]

Klassenkämpferischer Block auf der DGB-Demonstration
01.05.2018 | 9:30 Uhr | Hackescher Markt | [Aufruf]

Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration
01.05.2018 | 18:00 Uhr | Oranienplatz | [Aufruf]

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Unser Aufruf zum Klassenkämpferischen Block bei der DGB-Demo http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/07/unser-aufruf-zum-klassenkaempferischen-block-bei-derdgb-demo/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/07/unser-aufruf-zum-klassenkaempferischen-block-bei-derdgb-demo/#comments Sat, 07 Apr 2018 09:24:09 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/07/unser-aufruf-zum-klassenkaempferischen-block-bei-derdgb-demo/

Klassenkämpfe entfalten – Nationalismus, Sexismus und Rassismus bekämpfen

Auch dieses Jahr rufen wir wieder zum klassenkämpferischen Block bei der DGB-Demonstration am 1. Mai auf. Wir wollen damit unsere Perspektive ausdrücken, Verbesserungen im Alltag der Lohnabhängigen selbstorganisiert zu erkämpfen, anstatt sich auf Stellvertreter*innen-Politik und bürokratische Apparate zu verlassen. Uns geht es aber nicht nur um Verbesserungen innerhalb der bestehenden Gesellschaft wie höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen oder bezahlbare Mieten, denn wir haben eine grundsätzliche Kritik an der profitorientierten Wirtschaftsweise. Die Verwertungsinteressen des Kapitals, patriarchale und rassistische Verhältnisse stehen einem schönen Leben für uns alle im Weg.

Ein Beispiel für miese Arbeitsbedingungen ist der Online-Händler Amazon. In den Logistik-Zentren werden die Beschäftigten über Handscanner in ihren Arbeitsschritten kontrolliert, mit „Feedback”-Gesprächen durch Vorgesetzte eingeschüchtert und zu noch höherem Arbeitstempo und Wettbewerb getrieben. Das Unternehmen verfolgt die Strategie gewerkschaftsfrei zu bleiben und verweigert den Abschluss eines Tarifvertrages. Gegen die Zustände bei Amazon organisieren sich die Beschäftigten in Bad Hersfeld, Brieselang, Poznan und Madrid.

Auch das Unternehmen Deliveroo bekämpft die gewerkschaftliche Organisierung der Beschäftigten. Der Lieferdienst behindert die Gründung von Betriebsräten. Deliveroo beschäftigt Fahrer*innen als Scheinselbstständige, so dass ihr Lohn effektiv oft weit unter dem Mindestlohn liegt. Die Fahrer*innen haben sich international in der Kampagne Deliverunion vernetzt, an der Basisgewerkschaften wie die Freie Arbeiter*innen Union (FAU) beteiligt sind.

Mit Arbeitsdruck und Überlastung haben die Pflegekräfte in den Krankenhäusern in Berlin und anderswo zu kämpfen. Dagegen richtet sich das Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus, welches mit einem Volksentscheid eine Mindestbesetzung mit Pfleger*innen durchsetzen will. Sorgearbeiten wie Pflege, Betreuung von Kindern und Hausarbeit wird überwiegend von Frauen* geleistet, die dafür schlecht oder gar nicht entlohnt werden. Die geschlechtshierarchische Organisierung der Erwerbsarbeit und der Hausarbeit ist ein Ausdruck der patriarchalen Verhältnisse. In vielen Haushalten in der BRD werden zudem migrantische Frauen* als Reinigungskräfte, Alten- und Pflegehelferin oder Babysitterin in prekären Arbeitsverhältnisse beschäftigt.

Dass Kämpfe von Beschäftigten erfolgreich sein können, zeigt die jahrelange betriebliche Auseinandersetzung am Botanischen Garten in Berlin. Dort wurde durch den Arbeitskampf erreicht, dass outgesourcte Mitarbeiter*innen wieder direkt an der Freien Universität Berlin eingestellt wurden und somit für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn erhalten.

Wir gehen am 1. Mai auf die Straße, um deutlich zu machen, dass wir die herrschenden Zustände nicht mehr hinnehmen und alle Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse bekämpfen. Der Weg zu einer solidarischen Gesellschaft jenseits von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat beginnt mit kleinen Schritten, mit selbstorganisierten Kämpfen am Arbeitsplatz, im Stadtteil und auf der Straße. Um eine Gegenmacht aufzubauen, müssen wir uns in unserem Alltag zusammenschließen und kollektiv Widerstand leisten. Setzen wir der Vereinzelung, dem Konkurrenz- und Leistungsdenken unsere Kollektivität und Solidarität entgegen und schreiben damit eine neue Geschichte von unten!

Klassenkämpferischer Block | DGB-Demonstration | 1. Mai 2018 | 9:30 Uhr | Hackescher Markt

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Heraus zum 1. Mai 2018! Klassenkämpfe entfalten – Nationalismus, Sexismus und Rassismus bekämpfen http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/07/heraus-zu-1-mai-2018-klassenkaempfe-entfalten-nationalismus-sexismus-und-rassismus-bekaempfen/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/07/heraus-zu-1-mai-2018-klassenkaempfe-entfalten-nationalismus-sexismus-und-rassismus-bekaempfen/#comments Sat, 07 Apr 2018 09:20:47 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2018/04/07/heraus-zu-1-mai-2018-klassenkaempfe-entfalten-nationalismus-sexismus-und-rassismus-bekaempfen/

Klassenkämpfe entfalten – Nationalismus, Sexismus und Rassismus bekämpfen

Auch dieses Jahr rufen wir wieder zum klassenkämpferischen Block bei der DGB-Demonstration am 1. Mai auf, wir wollen damit unsere Perspektive ausdrücken, Verbesserungen im Alltag der Lohnabhängigen selbstorganisiert zu erkämpfen, anstatt sich auf Stellvertreter*innen-Politik und bürokratische Apparate zu verlassen. Uns geht es aber nicht nur um Verbesserungen innerhalb der bestehenden Gesellschaft wie höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen oder bezahlbare Mieten, denn wir haben eine grundsätzliche Kritik an der profitorientierten Wirtschaftsweise. Die Verwertungsinteressen des Kapitals, patriarchale und rassistische Verhältnisse stehen einem schönen Leben für uns alle im Weg. Wir gehen deshalb am 1. Mai auf die Straße, um deutlich zu machen, dass wir die herrschenden Zustände nicht mehr hinnehmen und alle Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse bekämpfen. Der Weg zu einer solidarischen Gesellschaft jenseits von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat beginnt mit kleinen Schritten, mit selbstorganisierten Kämpfen im Betrieb, im Stadtteil und auf der Straße. Um eine Gegenmacht aufzubauen, müssen wir uns in unserem Alltag zusammenschließen und kollektiv Widerstand leisten. Setzen wir der Vereinzelung, dem Konkurrenz- und Leistungsdenken unsere Kollektivität und Solidarität entgegen und schreiben damit eine neue Geschichte von unten!

Klassenkämpferischer Block | DGB-Demonstration | 1. Mai 2018 | 9:30 Uhr | Hackescher Markt

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Mittwoch, 13.09.: Offenes Treffen – „jetzt schlägts 13!“ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/09/09/offenes-treffen-13-9-jetzt-schlaegts-13/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/09/09/offenes-treffen-13-9-jetzt-schlaegts-13/#comments Sat, 09 Sep 2017 16:16:00 +0000 Administrator Allgemein Termin http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/09/09/offenes-treffen-13-9-jetzt-schlaegts-13/ Unter diesem Motto gibt es am jedem Freitag, der auf den 13. Tag des Monats fällt, bundesweite Aktionen gegen eine Firma, die durch besonders schikanöse Behandlung von Beschäftigten, Lohndumping oder massive Angriffe auf Betriebsräte in die Kritik geraten ist. Die Initiative zu dieser Kampagne geht von der Gruppe aktion ./. arbeitsunrecht Köln aus.

Im Oktober ist es wieder soweit. Derzeit findet eine Internetabstimmung statt, welcher Betrieb hier exemplarisch für die Zumutungen des Kapitalismus angeprangert werden soll. Die Vorschläge zu den Firmen kamen von engagierten KollegInnen. Ihr könnt Euch an der Abstimmung beteiligen:

https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/schwarzer-freitag. Für die Abstimmungsbeteiligung bedarf es der Angabe einer Mailadresse.

Nach Stand letzter Woche liegt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit ca. 280 Stimmen vor der Bekleidungkette H&M mit ca. 200 Stimmen in Führung. Weit abgschlagen folgt der Autozulieferer Rotec.

Auf unserem Offenen Treffen wird es kurze Inputreferate zu den arbeitnehmerfeindlichen Bedingungen beim DRK und bei H&M geben. Wir wollen überlegen, wie wir uns mit einer gemeinsamen Aktion am 13. 10. in den Rahmen der Kampagne stellen können.

Offenes Treffen: Mittwoch, 13.9, 19:00 Uhr. im MieterInnenladen, Kreutziger Str. 23, 10245 Berlin-Friedrichshain

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Mittwoch, 14.06: Offenes Treffen – Klassenkampf & Digitalisierung http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/28/mittwoch-14-06-offenes-treffen-klassenkampf-digitalisierung/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/28/mittwoch-14-06-offenes-treffen-klassenkampf-digitalisierung/#comments Sun, 28 May 2017 15:46:30 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/28/mittwoch-14-06-offenes-treffen-klassenkampf-digitalisierung/ Klassenkampf & Digitalisierung – Wie organisieren wir uns und wie kämpfen wir zukünftig? Mit dem Autor Matthias Becker

Glaubt man vielen bürgerlichen Vordenker*innen und Wissenschaftler*innen, dann bringt die fortschreitende Technisierung und Digitalisierung zunehmend ein Ende der klassischen Lohnarbeit mit sich. Computer und Roboter ersetzen an immer mehr Stellen den Menschen als Arbeitskraft. Damit dürfte dann auch der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit im Kern zumindest deutlich zurücktreten und die meisten Menschen hätten keinen Job im klassischen Sinne mehr… Doch stimmt das?

Genau das Gegenteil scheint richtig: Technik und Digitalisierung ersetzen nur bestimmte Abläufe in Unternehmen. Roboter übernehmen nur ganz bestimmte menschliche Arbeiten. Die Folge: Eine Umwandlung und Veränderung der Lohnarbeit durch Abwertung, Verdichtung und Verschleierung. „Die durch digitale Werkzeuge erzwungene Transparenz bedeutet für viele Beschäftigte in den Büros, den Fabrik- und Lagerhallen mehr Stress, mehr Überwachung, weniger Lohn“.

Zu unserem Treffen haben wir Matthias Becker eingeladen. Er hat im Frühjahr 2017 ein Buch zum Thema veröffentlicht und kann uns einen kleinen Einblick in die vielen Facetten technischer Entwicklungen im Kontext kapitalistischer Ausbeutung geben. Wir möchten mit Euch und ihm über die aktuellen Entwicklungen der Automatisierung und Digitalisierung, aber auch über neue Formen der Arbeitsverdichtung, Auslagerung und Ausbeutung sprechen und diskutieren, wie klassenkämpferische Kolleginnen und Kollegen sich in Zukunft organisieren können.

Das Buch: Matthias Martin Becker: Automatisierung und Ausbeutung. Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus, ProMedia Verlag | ISBN: 978-3-85371-418-8

Mittwoch |14. Juni| 19 Uhr | Mieterladen | Kreuzigerstr.23 F’hain

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Mittwoch, 24. Mai ¦ 08:45 Uhr – Unterstützung des Betriebsrats und der Belegschaft von Integral e.V. http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/22/mittwoch-24-mai-0845-uhr-unterstuetzung-des-betriebsrats-und-der-belegschaft-von-integral-e-v/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/22/mittwoch-24-mai-0845-uhr-unterstuetzung-des-betriebsrats-und-der-belegschaft-von-integral-e-v/#comments Mon, 22 May 2017 15:49:33 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/22/mittwoch-24-mai-0845-uhr-unterstuetzung-des-betriebsrats-und-der-belegschaft-von-integral-e-v/ Gezielt wird auf einige, getroffen werden alle! Betriebsrats-Bashing in der Sozialen Arbeit. Die Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht (BAGA) und UnterstützerInnen rufen dazu auf, den Betriebsrat von Integral e.V. bei einer Arbeitsgerichtsverhandlung zu unterstützen Am 24. 05. 2017 findet um 9.00 Uhr ein Beschlussverfahren gegen den Vorstand von INTEGRAL e. V. statt.

INTEGRAL e. V. ist Träger von sozialen Einrichtungen in Berlin. Nun könnte man meinen bei einem sozialen Träger geht es sozial zu und der Umgang ist demokratisch, teilhabeorientiert und transparent. Doch weit gefehlt. Zusammen mit einer für Betriebsrat-Bashing und Union-Busting bekannten Kanzlei wird systematisch versucht, den Betriebsrat in seiner Arbeit zu behindern.

Nun hat der Betriebsrat ein Beschlussverfahren eingeleitet, weil Betriebsräten in 2 Fällen Entgelt gekürzt wurde, als sie erforderlicher Betriebsratsarbeit nachgingen und in einem anderen Fall dem Betriebsrat verwehrt wurde, mit dem Aufsichtsrat des Vereines in Kontakt zu treten. Denn würde der Vorstand sein Ziel erreichen, den Betriebsrat auszubremsen, einzuschüchtern und zu entmutigen, sind die Beschäftigten dort willkürlichen Entscheidungen, Lohndumping und Arbeitsüberlastungen schutzlos ausgeliefert.

Mit diesem Beschlussverfahren macht der Betriebsrat deutlich, was schon im Physikunterricht gelehrt wird: Druck erzeugt Gegendruck!

Wann? Mittwoch, 24. Mai um 08:45 Uhr | Wo? Arbeitsgericht Berlin, Magdeburger Platz 1 / 10785 Berlin / Raum 522

Wir organisieren eine breite und tatkräftige Unterstützung für den Betriebsrat und die Belegschaft von INTEGRAL e.V. am Tag des Kammertermins!

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Mittwoch, 10.05: Offenes Treffen: Radikale Linke & die Lohnarbeit? http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/05/mittwoch-10-05-offenes-treffen-radikale-linke-die-lohnarbeit/ http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/05/mittwoch-10-05-offenes-treffen-radikale-linke-die-lohnarbeit/#comments Fri, 05 May 2017 16:30:01 +0000 Administrator Allgemein http://klassenkampfblock.blogsport.de/2017/05/05/mittwoch-10-05-offenes-treffen-radikale-linke-die-lohnarbeit/ Die radikale Linke & die Lohnarbeit. Die eigene Klassensituation verstehen und daraus handeln

Viele linke Aktivist*innen sind zwar in politischen Gruppen organisiert, gehen auf Demonstrationen und diskutieren den letzten Text aus einer linken Zeitung. Die meisten Aktivist*innen müssen allerdings für ihren Lebensunterhalt auch ihre Arbeitskraft verkaufen.
Und obwohl diese Situation so eindeutig und klar ist, sind sich die meisten Linken ihrer Situation als Lohnabhängige nicht wirklich bewusst, geschweige denn, dass sie daraus auch politische Schlüsse für ihr Handeln ziehen würden. Im Gegenteil, ob in Antifa-Gruppen oder Kiez-Initativen – überall findet sich oft diese Trennung: Auf der politischen Ebene gibt es ein linkes Verständnis, während die eigene Lohnarbeit oft auf der „privaten“ Ebene angesiedelt wird. Damit wird die eigene Arbeitsituation nicht politisch diskutiert und nicht politisiert.
Doch warum ist das so? Und vor allem: Wie können wir diese Abtrennung der eigenen Lohnarbeit aufbrechen und politisieren? Wir wollen beim offenen Treffen daher mit euch darüber diskutieren, welche Erfahrungen ihr als Linke mit der Lohnarbeit & Politik gemacht habt.

Mittwoch | 10. Mai | 19 Uhr | Mieterladen | Kreuzigerstr.23 F’hain

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