Archiv « Inititaive für Solidarität und Klassenkampf

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ABGESAGT Samstag, 3.9. – 18Uhr: Solikundgebung für streikende H&M Arbeiter*innen in Italien

Solikundgebung für streikende H&M Arbeiter*innen in Berlin abgesagt! Es wird jetzt in Italien verhandelt.

H&M und XPO Logistics verletzen die Rechte der Arbeiter*innen!

Seit mindestens 2011 führen die Arbeiter*innen in der italienischen Logistikbranche erfolgreiche Kämpfe. Obwohl sie am untersten Ende der Lohnskala stehen und sich einem verbrecherischen System von Kooperativen und rassistischen Vorarbeitern gegenübersehen, gelingt es ihnen immer wieder, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen.
Jetzt hat sich ihre Streikwelle auf H&M und seinen Dienstleister XPO Logistics ausgeweitet. Seit Ende Juli 2016 haben Arbeiter*innen in zwei H&M Warenlagern in der Lombardei immer wieder gestreikt.

Wir fordern H&M und XPO auf, dem Nationalen Tarifvertrag entsprechende Löhne und Arbeitsbedingungen zu garantieren. Solidarität ist eine Waffe!

Solidaritätskundgebung | Samstag | 3. September 2016 | 18Uhr | Potsdamer Platz Arkaden | Alte Potsdamer Str. 7 | Berlin

Aufruf der SiCobas zum Boykott von H&M: hier
Video von Labournet.tv zum Streik: hier

Montag, 5.9. – 18.30 Uhr: DORO-CHIBA – nicht nur eine klassenkämpferische Gewerkschaft, sondern auch eine antikapitalistische Bewegung.

Veranstaltung mit einer Delegation der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro Chiba. Fünf japanische GewerkschafterInnen berichten über die Verbindung von gewerkschaftlichen und poltiischne Klassenkämpfen!

„Doro-Chiba“, das ist eine politische Strömung und der Ausdruck für eine wachsende antikapitalistische Bewegung in Japan, deren Kern die klassenkämpferische Eisenbahner-Regionalgewerkschaft Doro-Chiba darstellt.

Sie gehört zu den AKW-GegnerInnen der ersten Stunde in Japan und hat eine entscheidende Rolle in der Anti-AKW-Bewegung nach der Havarie des Atom-Reaktors Daichi in Fukushima gespielt.

DORO-CHIBA arbeitet seit den 1970er Jahren eng mit dem japanischen Studenten-Verband Zengakuren zusammen! Zengakuren-Studenten errangen einen Erfolg, als sie 2012 die Leitung des AStA übernahmen und die alte, pro-neoliberale Führung ersetzten. Zengakuren ist ein sehr traditionsreicher japanischer Studentenverband, der vor allem in den 60er, 70er und 80er Jahren große Bewegungen u.a. gegen US-Stützpunkte in Japan anführte und auch heute im antimilitaristischen und antiimperialistschen Kampf gegen den Kriegskurs der Regierung Abe beteiligt ist.

*Doro-Chiba kämpft gegen Privatisierung und Outsourcing bei Japanese Railway und für erneuerte nicht sozialpartnerschaftliche Gewerkschaften – und für eine nicht-kapitalistische Gesellschaft.

Hintergrund:
Vor 29 Jahren entschied die Regierung, die Japanische Staatsbahn zu zerteilen und in verschiedene Unternehmen zu privatisieren. Die ursprüngliche Eisenbahngewerkschaft DORO brach darüber auseinander und zerfiel, nur DORO-CHIBA (DORO Regionalverband der Präfektur Chiba) entschied sich zu kämpfen und streikte gegen die Privatisierung. 1047 Eisenbahnarbeiter (die gesetzesmässig nicht kündbar waren) wurden damals gekündigt. Letztes Jahr sprach der japanische Oberste Gerichtshof sein endgültiges Urteil: Die Entlassung der 1047 Arbeiter war demnach illegal und unrechtmäßig. DORO-CHIBA kämpft aktuell gegen „irreguläre (prekäre) Beschäftigung“ und „Outsourcing“, und zwar weil diese die wichtigsten Gründe für die Gefährdung und Infragestellung der Bahnsicherheit darstellen.

Montag | 5. September 2016 | 18:30 Uhr | ACHTUNG: Regenbogenfabrik (Lausitzer Straße 22, Berlin-Kreuzberg)

Montag, 21.03: Offenes Treffen / Arbeitskampf hinter Gittern – ist das möglich?

Die Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) wurde im Frühjahr 2014 in der JVA-Tegel gegründet. Mittlerweile zählen 800 inhaftierte Mitglieder in ca. 70 Gefängnissen bundesweit als gefangene Gewerkschafter_innen.

Am Offenen Treffen am 21.3. wird der Mitbegründer und Pressesprecher der GG/BO Oliver Rast über den Hunger/ und Bummelstreik von gefangenen Kollegen in der JVA Butzbach berichten, der am 1. März wieder aufgenommen wurde. Mit der Aktion wollen sie den Mindestlohn, aber auch gewerkschaftliche Rechte durchsetzen.

Wird es in Zukunft öfter Arbeitskämpfe hinter Gittern geben? Welche Probleme stellen sich für die Kolleg_innen? Welche Rolle spielt die Unterstützung von außen, wie sie das Netzwerk für die Rechte für gefangene Arbeiter_innen propagiert? Wie sieht es mit der Arbeit der GG/BO am Gründungsort Tegel aus? Dort soll ein Fragebogen Aufschluss darüber geben, welche Firmen an der Knastarbeit verdienen. Das sind einige Fragen, die wir uns auf der Veranstaltung stellen wollen.

Montag, 21. März | 19 Uhr im Café Commune (Reichenberger Str. 157, Kreuzberg)

Kopierflyer als PDF-Dokument: hier.

Offenes Treffen: Die Anfänge des Union Busting – Der Fall BMW-Berlin und seine heutige Bedeutung

Vorstellung des Buches „Macht und Recht im Betrieb“ mit Rainer Knirsch

Es war einer der bis dato heftigsten Fälle, missliebige Betriebsräte der IG Metall loszuwerden: 1984 bis 1987 führte der Automobilkonzern BMW in seinem Werk in Berlin-Spandau einen Kampf auf fast allen Ebenen gegen drei kämpferische Kollegen aus dem Betriebsrat, um diese als Beschäftigte los zu werden und als Menschen zu diskreditieren.

Die Bekämpfung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern oder von kämpferischen Kolleginnen und Kollegen im Betrieb – wie es BMW damals erstmals aggressiv und offensiv einführte – gehört mittlerweile leider in vielen Unternehmen zum Alltag. „Union Busting“ ist der aus dem Englischen kommende Begriff, der alle Praktiken von Chef-Etagen gegen Betriebsräte, Gewerkschaften und Kolleginnen und Kollegen beschreibt. Gerade der Online-Gigant Amazon kann als jüngstes und sicherlich prominentestes Beispiel beim „Union Busting“ gelten.

Zusammen mit unserem Gast Rainer Knirsch, einem der damaligen drei Betriebräte im Motorenwerk, wollen wir uns die damalige Lage vergegenwärtigen und diskutieren, wie der damalige Kampf der Kollegen und der Solidaritätsbewegung heute prägt und was wir daraus lernen können.

Wir laden Euch herzlich zu unserem Offenen Treffen ein, um mit uns einiges über einen interessanten Arbeitskampf im Berlin der 80er Jahre zu erfahren und zusammen zu diskutieren und Aktivitäten zu planen.

Montag | 16.03.2015 | 19 Uhr | Cafe Commune | Reichenberger Straße 157 | Kreuzberg

Offenes Treffen am 18.August 2014

Gegen die Ausschreibung, Zerschlagung und Privatisierung der Berliner S-Bahn

Together Now – nach dem europäischen Aktionstag der Kraftfahrer*innen gegen Sozialdumping am 3. Mai, den globalen Protesten von Taxifahrer*innen gegen wirtschaftskriminelle Geschäftsmodelle von Uber und Co. im Juni, werden jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr Kolleg*innen aus verschiedenen Sektoren gemeinsam gegen Sozialdumping, Privatisierung und Prekarisierung in die Öffentlichkeit gehen.

Vom 25. bis 31. August 2014 wird auf Initiative der S-Bahner*innen eine Protestwoche gegen die Ausschreibung, Zerschlagung und Privatisierung -für 100 % S-Bahn stattfinden. Am Bahnhof Ostkreuz wird es von Montag 6 Uhr bis Sonntag 23 Uhr eine Dauermahnwache mit einem umfangreichen Rahmenprogramm auf dem Ringbahnsteig geben.

Bei dem offenen Treffen des Klassenkampfblocks werden Aktivist*innen über den aktuellen Stand der Ausschreibung und die Situation bei der S-Bahn berichten. Der jahrelange Widerstand hat einen ersten wichtigen Etappensieg erringen können. Am 26. Juni 2014 teilte der Berliner Senat im EU-Amtsblatt mit, dass eine Direktvergabe für die ausgeschriebenen Linien für drei bis sechs Jahre an die Berliner S-Bahn GmbH erfolgen soll, mit Verlängerungsoption, sollte die Ausschreibung sich weiter verzögern.

Aufgeschoben bedeutet natürlich nicht aufgehoben, deshalb gilt es jetzt erst Recht den Widerstand zu verstärken. Daher werden wir im praktischen Teil des Abends schwerpunktmäßig besprechen, wie wir und alle Interessierten sich in die geplante Protestwoche einbringen können. Besonderes Augenmerk wollen wir auch diesmal darauf legen, die Vernetzung von Beschäftigten aus verschiedenen Teilen der Arbeiter*innenklasse und linken Basisaktivist*innen aus verschiedenen Strömungen im gemeinsamen Protest einen Schritt weiter zu entwickeln.

Offenes Treffen am Montag den 18. August um 19 Uhr Beginn – im Cafe Commune in der Reichenberger Str. 157 in Berlin-Kreuzberg

Kundgebung 14.August 2014 – Gewerkschaftsrecht auch im Knast

Solidarität mit der Gefangenengewerkschaft

Im Mai gründeten Gefangene in der JVA Tegel eine Gefangenengewerkschaft. Dies wurde sofort mit Repression und Einschüchterungsversuchen beantwortet. Dabei sind die zentralen Forderungen bisher ein Mindestlohn auch für Gefangene und die Einbeziehung in die Rentenversicherung. In mehreren europäischen Ländern, wie Italien und Österreich, ist das längst Realität. In der Bundesrepublik dagegen sind die Gefangenen nur ein Teil eines ganzen Heeres von Billiglöhner*innen.
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Solidaritätsaktion am 26. Juli für die IKEA-ArbeiterInnen in Piacenza

Solidaritätsaktion vor IKEA Tempelhof, Samstag, 26. Juli 2014, 18 Uhr

Seit 2011 kämpfen in Italien die meist migrantischen Arbeiter_innen, die in der Logistikbranche unter erniedrigenden, illegalen Bedingungen ausgebeutet werden, für geregelte Arbeitsverhältnisse, die mindestens dem nationalen Tarifvertrag entsprechen.

Eins der Unternehmen, die im Zuge dieser Kampfwelle bestreikt wurden, ist Ikea. Dort gab es im Winter 2012 einen wichtigen Kampf um die Einhaltung des nationalen Tarifvertrages, den die Arbeiter_innen gewonnen haben. Es waren ursprünglich nur 10 Arbeiter_innen die in den Streik getreten waren und trotzdemn konnten sie sich mit der Unterstützung von Logistikarbeitern aus anderen Unternehmen, der S.I.Cobas und linken Aktivist_innen durchsetzen.

Dieser Erfolg gab dem Kampfzyklus in der Logistikbranche damals einen wichtigen Auftrieb. IKEA will nun, eineinhalb Jahre später, den Widerstand seiner Arbeiter_ innen, aber auch die Streikwelle insgesamt brechen. Auf körperlichem und juristischen Wege versucht das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Polizei, den großen Gewerkschaften CICL und UIL Trasporti, dem Bürgermeister von Piacenza, der Prefektur und den Medien eine Trendwende durchzusetzen: in Piacenza wurden im Juni 2014 bisher 24 Arbeiter des IKEA Lagers entlassen, weil sie am 14. April eine Abteilung lahmgelegt haben. Die Arbeiter_innen blockierten seitdem mehrmals eines der Warenlager und wurden von der Polizei mit Schlagstöcken und Tränengas attackiert. Alle Entlassenen sind Mitglieder in der Basisgewerkschaft S.I.Cobas.

Sie müssen wieder eingestellt werden! – Zeigen wir unsere Solidarität!
Ein Angriff auf eine* ist ein Angriff auf alle!

In Berlin treffen wir uns ein weiteres mal zu einer Solidaritätsaktion um 18h bei IKEA in Tempelhof.

Weitere Infos: hier
Informationsflyer IKEA Piacenza: hier

Keine Rendite mit der Miete!

Am 18. Juni treffen sich die Spitzen der deutschen Immobilienunternehmen mit den Spitzen der deutschen Stadtentwicklungspolitik: Die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft steht an. 
Ort des hochkarätigen Treffens ist das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz. Abends gibt es dann für die Damen und Herren noch ein Dinner in der Kulturbrauerei.
 Thema dieses Immobilienlobby-Events kurz und knapp zusammengefasst: 
Wie kann die Immobilienwirtschaft noch mehr Rendite aus der Stadt schlagen? Wir finden: Dieses Thema geht auch uns, die wir hier leben, eine ganze Menge an – es rückt uns durch steigende Mieten und wachsende Wohnungsnot auf die Pelle! 
Deshalb: Zieht mit uns am 18. Juni vor das Ritz-Carlton, um an Ort und Stelle deutlich zu machen: KEINE RENDITE MIT DER MIETE, KEIN PROFIT MIT DIESER STADT!


Treffpunkt & Auftakt am 18. Juni: Mehringplatz | 16 Uhr – und von dort dann gemeinsam weiter zum Potsdamer Platz (17:30 Uhr vor dem Ritz-Carlton Hotel)

weitere Informationen
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Mobiaktion in Kreuzberg zum 1. Mai

Videokundgebung »Internationale Kämpfe gegen Krise und Kapital«

Mit Videoclips zum Generalstreik in Spanien, zu den Protesten gegen das Spardiktat der Troika in Griechenland, zu den gewerkschaftlichen Massenprotesten in Ägypten, zum besetzten Stahlwerk in Griechenland, zu Protesten der CFM-Beschäftigten in Berlin sowie den Krisenprotesten in Frankfurt. Außerdem wird es Infos zum 1. Mai 2012 geben.

Freitag | 27. April 2012 | 20.30 Uhr | Berlin | Heinrichplatz
» Postkarte zur Videokundgebung

Buchvorstellung: „Arbeitskämpfe im Zeichen der Selbstermächtigung“

Seit dem Beginn der globalen Krise in den Jahren 2007/2008 hat sich ein welthistorisch einmaliger Kampfzyklus über den ganzen Globus ausgebreitet: von der Welle der food riots 2008 über die neuartigen Streiks der WanderarbeiterInnen in China im Sommer 2010 bis zu den revolutionären Aufständen in Nordafrika seit Anfang 2011. Im Vergleich dazu schien in Deutschland, Österreich und der Schweiz der „soziale Friede“ trotz massiver sozialer Angriffe und fortschreitender Prekarisierung nicht in Gefahr zu sein. Die offiziellen Gewerkschaften verstärkten sogar noch ihre sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit mit Staat und Kapital und nahmen Entlassungen, Reallohnsenkung und Ausweitung der Leiharbeit hin.

Die Beiträge des Buchs begeben sich auf Spurensuche und decken eine immer wieder verschüttete Geschichte selbständig geführter Arbeitskämpfe in diesen Ländern auf. Das in der Öffentlichkeit vorherrschende Bild einer „Krise ohne Widerstand“ beruht nicht einfach auf dem Ausbleiben von Kämpfen, sondern auf der sehr aktiven Behinderung und dem Totschweigen von Kampfansätzen, die es auch in diesen Ländern im Rahmen der Krise gegeben hat und gibt. Das Buch will damit auch in der Linken dazu anregen, sich wieder aktiver auf diese „verborgenen Stätten“ des alltäglichen Konflikts zu beziehen und die in ihm enthaltenen Potentiale freizulegen.

Buchvorstellung und Diskussion mit Willi Hajek, Christian Frings und Bärbel Schönafinger.

Dienstag | 24. April 2012 | 19 Uhr | Berlin | Café Commune | Reichenbergerstr. 157
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