Archiv « Solidarität und Klassenkampf

Hinweise

Forum Betrieb, Gewerkschaft, soziale Bewegungen in Berlin

Wir arbeiten in verschiedenen Betrieben und Branchen Berlins, beispielsweise bei der Bahn, im öffentlichen Dienst beziehungsweise Nahverkehr, in verschiedensten Metallunternehmen oder in der Druckindustrie. Wir engagieren uns in den zuständigen Gewerkschaften, in der IG Metall, in ver.di oder in den Bahngewerkschaften Transnet und GDL. Zu uns gehören KollegInnen, die sich sozialen Initiativen oder Bündnissen angeschlossen haben.
Was uns zusammenführt ist die Erkenntnis, dass ohne eigene Aktivitäten, ohne öffentlich sichtbaren Protest und Widerstand unsere Interessen auf der Strecke bleiben. Wenn wir deren Wahrnehmung und Durchsetzung allein den „Arbeitnehmervertretern“, sei es in den Betriebsräten, den Gewerkschaften oder Parteien überlassen, dann werden sie zum Spielball taktischer Rücksichtnahmen und fauler Kompromisse.

Wir wissen: Nur durch das gemeinsame Handeln über Betriebs- und Gewerkschaftsgrenzen, über das eigene soziale Umfeld hinaus, können wir was bewegen und zu einer sozialen und politischen Gegenkraft werden. Wir fühlen uns deshalb weder irgendwelchen Parteiprogrammen, noch den Eigeninteressen gewerkschaftlicher Apparate verpflichtet.
Auf unseren regelmäßigen Treffen tauschen wir unsere konkreten Erfahrungen vor Ort aus. Wir diskutieren, wie wir gemeinsam gewerkschaftliche Kämpfe und soziale Proteste unterstützen und welche politischen Lehren wir aus deren Erfahrungen ziehen können.
Wir treffen uns jeden letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der Mediengalerie, Dudenstraße 10, ganz in der Nähe U-Bahnhof Platz der Luftbrücke. Wer eingeladen werden möchte, um die jeweilige Tagesordnung und sonstige Informationen zu erhalten, der schreibe kurz an: forumberlin@web.de.

Flash-Mob-Aktion

Volksbegehren zur Beendigung des Chaos bei der Berliner S-Bahn

Am 24.06.2011 findet in den Räumen der EVG, Revaler Straße 100,
10245 Berlin um 10.30 Uhr die Pressekonferenz zum Auftakt der Unterschriftensammlung des S-Bahn-Tisches statt. Anschließend soll vor dem S-Bahnhof Warschauer Str. die ersten Unterschriften gesammelt werden.

Veranstaltung vom Forum Betrieb, Gewerkschaft und soziale Bewegungen Berlin

Dienstag: 05.07.2011 um 19 Uhr: Die Streiks bei der Charité und beim ausgegliederten Tochterunternehmen CFM
MedienGalerie, Dudenstraße 10, Nähe U-Bhf Platz der Luftbrücke

Flashmob bei Schlecker in Bremen


Arbeitskämpfe und betriebliche Organisierung Juristische Repressalien gegen die FAU

Per einstweiliger Verfügung ist der FAU-Berlin zurzeit untersagt, sich Gewerkschaft zu nennen. Mittlerweile sind ihre Sekretäre mit Geldstrafen und sogar Haft bedroht. Diese Repressalien sind die Folge eines Arbeitskampfes um einen Haustarifvertag, den die FAU gemeinsam mit der Belegschaft des Kinos Babylon Mitte mehrere Monate geführt hat.

Auf dem Roten Abend wird ein Mitglied der Babylon-Belegschaft über den aktuellen Stand des Arbeitskampfs berichten. Der Berliner Arbeitsrechtler Klaus Stähle, der die FAU als Anwalt vertritt, wird eine kurze Einführung in die juristische Problematik geben.
Nach welchem Kriterium entscheidet ein Arbeitsgericht, was eine Gewerkschaft ist? Was bedeutet Begriffe wie Sozial- und Tarifmächtigkeit, die in dieser Auseinandersetzung eine Rolle spielen?

Warum sich auch gewerkschaftliche Kreise außerhalb der FAU für die Koalitionsfreiheit einsetzen sollten, wird der Publizist und Gewerkschaftsaktivist Willi Hajek mit Blick auf die Situation auch an der DGB-Basis erläutern.

Hajek gehört zu den Mitbegründern des „Solidaritätskomitee für gewerkschaftliche Freiheit“, das seine Arbeit vorstellt. Die Grundthese des Komitees, nicht Gerichte, sondern die Beschäftigten sollen darüber entscheiden, wie sie sich organisieren, wird von uns unterstützt.

Roter Abend: Mittwoch, 3. März 2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain

Solidarität mit den Tekel-Beschäftigten

Für die Verteidigung des Koalitionsrechts – Aufhebung des Verbots gewerkschaftlicher Betätigung für die FAU Berlin

Appell an alle Mitglieder und Funktionäre der Gewerkschaften, an alle Anhänger/innen des Grundrechtes zur Bildung freier und unabhängiger Interessenorganisationen der abhängig Beschäftigten. Für die Verteidigung des Koalitionsrechts – Aufhebung des Verbots gewerkschaftlicher Betätigung für die FAU Berlin.

In den letzten Jahren haben deutsche Arbeitsgerichte immer wieder versucht, das eh schon beschränkte Koalitionsrecht in Deutschland weiter einzuengen. 2007 traf es die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL), der wegen der „enormen Schadenshöhen“ Streiks im Fern- und Güterverkehr verboten wurden. Und wer hat noch den Überblick über all die Fälle, bei denen Unternehmer mit gerichtlichem Segen versucht haben, durch sog. Verdachtskündigungen die gewerkschaftliche Arbeit im Betrieb zu ersticken? Diese unternehmergefällige Arbeitsrechtssprechung hat jetzt einen neuen Höhepunkt erreicht: Gerichte in Berlin haben massiv in einen Tarifkonflikt im Berliner Filmtheater „Babylon“ eingegriffen. Zuerst untersagte das Landesarbeitsgericht der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union Berlin (FAU) den Aufruf zu einem Boykott ihres Unternehmers, des Kinobetreibers Neue Babylon GmbH. Hierzu hatten sich die Belegschaftsvertreter im Kampf gegen ihre Hungerlöhne entschlossen, nachdem der Geschäftsführer des Kinos jegliche Verhandlungen ablehnte. In einer Einstweiligen Verfügung erklärten die Richter, dieses gewerkschaftliche Kampfmittel stehe der FAU Berlin nicht zur Verfügung, da sie keine Tarifmächtigkeit besitze. Die Einstweilige Verfügung des LAG wurde dann in einer neuen Einstweiligen Verfügung auf Antrag des Kinos noch weiter verschärft. Darin verbot das Landgericht der FAU Berlin sich weiterhin Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu nennen und sprach damit faktisch ein Verbot gewerkschaftlicher Betätigung gegen sie aus. Für den Fall, dass die FAU Berlin nicht in allen ihren Publikationen den Eindruck beseitige, sie mache gewerkschaftliche Arbeit, drohen ihren Sekretären ein Ordnungsgeld von 250 000 € oder sechs Monate Haft. Die Berliner Arbeitsrechtsentscheide betreffen nicht nur die FAU. Sie gehen alle an.
www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/real/fausoli.pdf

Gewerkschaftsfreiheit verteidigen! Demo am 20. Februar

… und weitere Aktionen während der Berlinale-Zeit.

Während Stars und Sternchen sich im Glanze und Glamour der Berlinale feiern lassen, herrschen hinter den Kulissen trübe Zustände. So z. B. im Babylon Mitte, das Teil der Berlinale ist. Dort kämpfen nicht nur Beschäftigte seit einem Jahr für bessere Arbeitsbedingungen, dort geht es sogar um die Gewerkschaftsfreiheit. Die FAU Berlin ruft deshalb zu vielfältigen Aktionen während der Berlinale auf, u. a. einer Demonstration am 20. Februar.


Sa, 20. Februar, 18 Uhr: Demonstration während der großen Abschlussgala, vom Berlinale-Palast/Potsdamer Platz zum Kino Babylon Mitte.

Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

Plakat Dresden