Archiv « Initiative für Solidarität und Klassenkampf

Archiv der Kategorie 'Debatte'

1.-Mai-Zeitung vom Klassenkampfblock erschienen

Auch in diesem Jahr haben wir wieder eine Massenzeitung anlässlich des 1. Mai herausgebracht. Auf acht Seiten werden Themen wie die Situation bei der Berliner S-Bahn, der Kampf griechischer Stahlarbeiter, Widerstand Kreuzberger MieterInnen gegen Verdängung, eine Untersuchung am Jobcenter Neukölln und vieles mehr behandelt. Wir werden die Zeitung im Vorfeld des 1. Mai und der Protesttage in Frankfurt vor Betrieben und im Stadtteil verteilen. Wenn ihr uns dabei unterstützen oder Exemplare der Zeitung bestellen wollt, meldet euch unter klassenkampfblock@gmx.net

» Zeitung als PDF

Radio-Interview mit Doro-Chiba

Im folgenden dokumentieren wir ein Radio-Interview von Radio-Z (Nürnberg) mit Nobuo Manabe, dem Sprecher des Internationalen Arbeitersolidaritätskomitees von Doro-Chiba. Doro-Chiba ist eine kämpferische und klassenorientierte Eisenbahner-Gewerkschaft in der japanischen Prefektur Chiba östlich von Tokio. Doro-Chiba ist als Gewerkschaft nicht nur Vorkämpferin gegen die Privatisierung der Japanischen Staatsbahn, gegen Zeitarbeit, Outsourcing und Prekarisierung, sondern auch aktiv für die Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit. In Japan hat sich seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima eine immer breiter werdende Bewegung gegen die Atomkraftwerke gebildet. Eine besonders aktive Rolle spielt die „Nationalkonferenz für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerde“ (NAZEN).

Nobuo Manabe beantwortet Fragen der Interviewerin von Radio-Z zur Haltung des AKW-Betreibers TEPCO, der Regierung und von ihr abhängiger Wissenschaftler, zum Stand der Anti-AKW-Bewegung in Japan und zum Projekt eines alternativen Gesundheitszentrums in der Katastrophenregion Fukushima. Die Eisenbahner von Doro-Chiba unterstützen das genannte Projekt energisch und rufen zur weltweiten
Solidarität mit diesem Vorhaben auf.

» Radio-Interview

Bilanz über den Streik bei CFM

Belegschaft wehrt sich gegen Privatisierung im Gesundheitswesen | Streik bei CFM nach drei Monaten ausgesetzt

»Ich hatte einen Traum, es war kein schöner Traum. Es war ein Albtraum. Mir träumte, unser Streik sei komplett sinnlos gewesen. […] Wir hatten unseren Streik verloren und die Jahre gingen ins Land. Wir waren mutlos geworden und unsere Bosse ließen sich immer mehr einfallen, um uns auszunehmen. Die wirtschaftliche Situation hatte sich verschlechtert und uns wurde gesagt, dass wir für das große Ganze Opfer zu bringen hätten. Den Gürtel enger schnallen, hieß es. Einige von uns überlegten sich, den Gürtel anders zu gebrauchen. […] Menschen, die dem Arbeitstempo nicht mehr folgen konnten, wurden einfach gefeuert. Denn der Kündigungsschutz hatte sich in Rauch aufgelöst. […] Es gab zwar noch Gewerkschaften, aber sie hatten kaum noch Mitglieder, weil die Kollegen einfach zu große Angst hatten, sich zu organisieren. […]
» Weiter Lesen

INFO: Neuerscheinung: Gestreikt. Gefeuert. Gekämpft.

Der „Fall Emmely“ war ein Arbeitsrechtsstreit um die fristlose Kündigung einer langjährig beschäftigten Kassiererin der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann, der 2009 bundesweit ein kontroverses Medienecho erregte und eine gesellschaftliche Diskussion zu Bagatellkündigungen hervor rief. Der Kassiererin, die als Emmely bezeichnet wird, war vorgeworfen worden, zwei ihr nicht gehörende Flaschenpfandbons im Wert von 1,30 Euro eingelöst zu haben; ihr wurde fristlos gekündigt.

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt erklärte die Kündigung am 10. Juni 2010 für unverhältnismäßig und damit für rechtswidrig. Der juristische „Erfolg“ ist auch ein Ergebnis der vielfältigen Solidaritätsarbeit für Emmely. Die verschiedenen Zugänge und Perspektiven der Auseinandersetzung mit (Kaufhaus-)Konzernen ist Thema dieses Sammelbandes.

Komitee „Solidarität mit Emmely“ (Hg.):
Gestreikt. Gekündigt. Gekämpft. Gewonnen.Die Erfahrungen der „Emmely“-Kampagne
ISBN 978-3-940865-27-4 · 2011 · 144 S. · 9,50 €

Stellungnahme zum Problem der Parteisymbole

Im Vorfeld der Mieten-Stopp-Demonstration hatten wir als klassenkämpferischer Block eine Stellungnahme zu dem Verbot jeglicher Parteisymbole auf der Demonstration verfasst und an den Vorbereitungskreis gesendet. Wir haben sie vor der Demo jedoch nicht veröffentlicht, um die Mobilisierung nicht zu beinträchtigen. Wir machen sie jetzt im Anschluss öffentlich, da wir glauben, dass es sich bei dieser Frage um grundsätzliche politische Widersprüche handelt, die auch in der Zukunft eine Rolle spielen werden. Im folgenden unser Brief an die OrganisatorInnen der Mieten-Stopp-Demonstration.

Unser Brief an die Vorbereitungsgruppe
» Weiter Lesen

Audio-Mitschnitt von Veranstaltung zur Arbeiterklasse

Am 1. Juni 2011 fand im Zielona Gora in Berlin-Friedrichshain eine vom Roten Abend und dem Klassenkämpferischen Block organisierte Veranstaltung zum Thema „Klassenkampf – Kalter Kaffee oder aktuell wie nie?“ statt. Etwa 60 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der VeranstalterInnen referierten der marxistische Soziologe Werner Seppmann und der Berliner Basisaktivist und Autor Willi Hajek. Seppmann ging auf die soziostrukturellen Veränderungen der Klasse der Lohnabhängigen ein und definierte als den Kern der Lohnabhängigenklasse die strukturell handlungsfähigen Teile der Klasse. Hajek ging auf die Veränderungen seit den 1970er Jahren, wie die Zerlegung der Großbetriebe, die Auslagerung von Produktionsprozessen und die Prekarisierung ein.
Beitrag von Werner Seppmann (mp3 | 41 Minuten | 11 MB)
Beitrag von Willi Hajek (mp3 | 24 Minuten | 7 MB)
» Weiter Lesen

Interview zum 1. Mai 2011

1. Mai 2010Das Interview führte ein Aktivist aus dem Vorbereitungskreis zum Klassenkämpferischen Block mit der trend-Online Zeitung

1) Was ist der Klassenkämpferische Block?

Wir sind eine Initiative aus GewerkschaftsaktivistInnen , linken Gruppen und Einzelpersonen. 2009 haben wir uns erstmalig zusammengetan. Auf dem Höhepunkt der weltweiten Wirtschaftskrise, der schärfsten seit 1929, wollten wir dem Schmusekurs der DGB-Spitzen mit dem Kapital, der Logik der Unterwerfung unter Standortkonkurrenz und „Sachzwänge“, eine kämpferische Perspektive entgegensetzen. Uns ging es zugleich um die Verbindung ökonomischer Kämpfe in Betrieb und Jobcenter mit den politischen Bewegungen der Linken, z.B. gegen die Verdrängung ärmerer Bevölkerungsschichten aus der Innenstadt und gegen die Kriegseinsätze der Bundeswehr. Daher haben wir einen gemeinsamen Block auf der DGB-Demo gebildet, der mit vielen Roten Fahnen und Redebeiträgen von BasisaktivistInnen seinen Ausdruck fand. Auch auf der 18-Uhr-Demo des linksradikalen Spektrums waren wir präsent.
» Weiter Lesen

1. Mai-Zeitung erschienen

Anlässlich des 1. Mai 2011 haben wir als klassenkämpferischer Block gemeinsam eine Massen-Zeitung herausgebracht, die im Vorfeld des 1. Mai im Stadtteil, vor Betrieben und auf Demonstrationen verteilt werden soll. Sie enthält auf acht Seiten Artikel und Interviews, unter anderem zu Hartz IV, Leiharbeit, dem Streik der Lokführer, zu Militarisierung und zur Verdrängung aus dem Stadtteil. Über Mithilfe bei der Verteilung der Zeitung freuen wir uns natürlich. Die Zeitung kann per mail an klassenkampfblock@gmx.net kostenlos bestellt werden.

Zeitung als pdf

Betriebschluss für Berliner S-Bahn?

s-bahnDie Betriebsgenehmigung für die S-Bahn läuft Ende des Jahres aus. Einige Mitarbeiter befürchten die Zerschlagung des Unternehmens nach einer möglichen Nichtverlängerung. In der jungen welt ist am 9. August 2010 ein Artikel zum Thema erschienenen, den wir an dieser Stelle dokumentieren.
» Weiter Lesen

›Organizing ist kein Zaubertrank‹

laluttecontinueIm folgenden dokumentieren wir ein Interview mit Peter Birke zum Thema Organizing, das in der Zeitschrift express erschienen ist. Ein Gespräch von Bart van der Steen mit Peter Birke über »Die große Wut und die kleinen Schritte«
Vor einigen Wochen ist das Buch des Hamburger Aktivisten und Wissenschaftlers Peter Birke über Organizing in Deutschland und in den USA erschienen. [1] Auch wenn sich das Buch gegen die Mythen und Legenden, die sich um das Konzept formiert haben, quer stellt, ist es kein durchweg negatives Buch: ›Mir geht es vor allem darum auszuloten, wo und inwiefern in Organizing-Projekten bislang wichtige Erfahrungen gemacht worden sind, die für eine kollektive Organisierung im betrieblichen Alltag bedeutend sind und aufgehoben werden sollten‹. Bart van der Steen* diskutiert mit Peter Birke über Voraussetzungen und Unterschiede zwischen verschiedenen Organizing-Ansätzen, die Frage nach der »Übersetzbarkeit« von Handlungskonzepten und nicht zuletzt darüber, was passiert, wenn die ›Poliere der Gewerkschaftsreform‹, die Organizer wieder weg sind …
» Weiter Lesen