Montag, 5.9. – 18.30 Uhr: DORO-CHIBA – nicht nur eine klassenkämpferische Gewerkschaft, sondern auch eine antikapitalistische Bewegung. « Inititaive für Solidarität und Klassenkampf

Montag, 5.9. – 18.30 Uhr: DORO-CHIBA – nicht nur eine klassenkämpferische Gewerkschaft, sondern auch eine antikapitalistische Bewegung.

Veranstaltung mit einer Delegation der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro Chiba. Fünf japanische GewerkschafterInnen berichten über die Verbindung von gewerkschaftlichen und poltiischne Klassenkämpfen!

„Doro-Chiba“, das ist eine politische Strömung und der Ausdruck für eine wachsende antikapitalistische Bewegung in Japan, deren Kern die klassenkämpferische Eisenbahner-Regionalgewerkschaft Doro-Chiba darstellt.

Sie gehört zu den AKW-GegnerInnen der ersten Stunde in Japan und hat eine entscheidende Rolle in der Anti-AKW-Bewegung nach der Havarie des Atom-Reaktors Daichi in Fukushima gespielt.

DORO-CHIBA arbeitet seit den 1970er Jahren eng mit dem japanischen Studenten-Verband Zengakuren zusammen! Zengakuren-Studenten errangen einen Erfolg, als sie 2012 die Leitung des AStA übernahmen und die alte, pro-neoliberale Führung ersetzten. Zengakuren ist ein sehr traditionsreicher japanischer Studentenverband, der vor allem in den 60er, 70er und 80er Jahren große Bewegungen u.a. gegen US-Stützpunkte in Japan anführte und auch heute im antimilitaristischen und antiimperialistschen Kampf gegen den Kriegskurs der Regierung Abe beteiligt ist.

*Doro-Chiba kämpft gegen Privatisierung und Outsourcing bei Japanese Railway und für erneuerte nicht sozialpartnerschaftliche Gewerkschaften – und für eine nicht-kapitalistische Gesellschaft.

Hintergrund:
Vor 29 Jahren entschied die Regierung, die Japanische Staatsbahn zu zerteilen und in verschiedene Unternehmen zu privatisieren. Die ursprüngliche Eisenbahngewerkschaft DORO brach darüber auseinander und zerfiel, nur DORO-CHIBA (DORO Regionalverband der Präfektur Chiba) entschied sich zu kämpfen und streikte gegen die Privatisierung. 1047 Eisenbahnarbeiter (die gesetzesmässig nicht kündbar waren) wurden damals gekündigt. Letztes Jahr sprach der japanische Oberste Gerichtshof sein endgültiges Urteil: Die Entlassung der 1047 Arbeiter war demnach illegal und unrechtmäßig. DORO-CHIBA kämpft aktuell gegen „irreguläre (prekäre) Beschäftigung“ und „Outsourcing“, und zwar weil diese die wichtigsten Gründe für die Gefährdung und Infragestellung der Bahnsicherheit darstellen.

Montag | 5. September 2016 | 18:30 Uhr | ACHTUNG: Regenbogenfabrik (Lausitzer Straße 22, Berlin-Kreuzberg)