Bauarbeiter der „Mall of Berlin“ fordern ihren Lohn! « Inititaive für Solidarität und Klassenkampf

Bauarbeiter der „Mall of Berlin“ fordern ihren Lohn!

Subunternehmen haben Arbeiter aus Rumänien für schlappe fünf bis sechs Euro Stundenlohn zehn Stunden am Tag schuften lassen, und am Ende nicht einmal diesen niedrigen Lohn vollständig an die Arbeiter bezahlt.

Systematisch wurden die Arbeiter durch dieses Geflecht von Subunternehmen hingehalten und Versprechungen hinsichtlich der Bezahlung nicht eingehalten, wobei die mangelnden Deutschkenntnisse gezielt ausgenutzt wurden und es auch zu Gewaltandrohungen gegenüber den Arbeitern kam. Im weiteren Verlauf wurden die Kollegen sogar obdachlos, da ihnen keine Unterkünfte gestellt wurden und sie ohne Löhne keine Miete zahlen konnten

Die Subunternehmen „Metatec Fundus GmbH & Co. KG“ aus Berlin-Kreuzberg sowie „openmallmaster GmbH“ aus Frankfurt am Main sind für die offenen Löhne verantwortlich. Die eigentlichen Verantwortlichen sind jedoch die Bauleitung der Mall – die „Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH“ – durch die Vergabe von Subverträgen an diese Firmen und der Investor Huth, der auf einen fragwürdigen Bauherren und seine Methoden setzte!

Ein Teil der um den Lohn geprellten Arbeiter hat sich in der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Berlin (FAU) organisiert, welche nun schnell und entschlossen handeln wird, um die ausstehenden Löhne zu erkämpfen.

Die konkrete Situation der rumänischen Arbeiter, die die Mall of Berlin mit errichtet haben, ist ebensowenig ein Einzelfall, wie die systematische Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen durch Unternehmen, die Arbeiterrechte mit Füßen treten und sich schlussendlich immer wieder ihrer Verantwortung entziehen möchten. Deutschland erbaut seinen inszenierten Reichtum auf der Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen während der Rassismus in der Gesellschaft um sich greift. Wir wollen mit diesen Kampf auch exemplarisch diesem Zustand das Gegengewicht der Solidarität und des Klassenkampfes entgegensetzen!

Die FAU Berlin ruft deshalb dazu auf, die Forderung der Arbeiter auf Zahlung der ihnen zustehenden Löhne solidarisch zu unterstützen und den Protest gegen Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen entschieden und kämpferisch auf die Straße zu tragen.

Demonstration | Samstag | 6.12.2014 | 14 Uhr | Leipziger Platz 12
Kundgebungen | Montag bis Freitag | 1.-5.12.2014 | 12 bis 18 Uhr | Leipziger Platz 12