Bericht von Videokundgebung in Neukölln « Inititaive für Solidarität und Klassenkampf

Bericht von Videokundgebung in Neukölln

Bei einer Videokundgebung 21. April 2011 zum Thema „Internationale Kämpfe im Betrieb und auf der Straße“ sahen sich am Rathaus Neukölln etwa 50 Personen Videoclips zu Kämpfen von Lohnabhängigen in verschiedenen Ländern an. Die Kundgebung wurde von der Initiative Klassenkämpferischer Block als Teil der Mobilisierung für den 1. Mai organisiert.

Zu Beginn wurde ein kurzer Ausschnitt aus dem Dokumentar-Film „Großer Aufwasch im Subunternehmen“ gezeigt. Der Film dokumentiert den jahrelangen Kampf von Reinigungsfrauen, meist afrikanischer Herkunft, die in Hotels der Accor-Kette in Frankreich für die Senkung des Arbeitsakkords und die Bezahlung nach Arbeitsstunden statt nach geputzten Hotelzimmern kämpfen. Danach kamen zwei Videos zu den Kämpfen von ArbeiterInnen in Ägypten. Darin ging es vor allem um die Forderung nach der Erhöhung des Mindestlohns und um die Kämpfe der TextilarbeiterInnen aus Mahalla El Kubra.

Außerdem gab es ein Video zu den Protesten gegen ein Anti-Gewerkschaftsgesetz in Wisconsin und ein Video zu den Arbeitskämpfen in China. Darin ging es um die Arbeitskämpfe bei dem taiwanischen Apple-Zulieferer Wintek und um die Streiks bei dem japanischen Konzern Honda.

Das Video über einen Flashmob im Westin St. Francis Hotel in San Francisco fand besonderen Anklang. Mit einer umgedichteten Version von Lady Gaga’s „Bad Romance“ unterstützt darin eine Gruppe tanzender AktivistInnen den von Hotelangestellten ausgerufenen Boykott des Hotels. Die Angestellten kämpfen für faire Verträge und eine bezahlbare Gesundheitsvorsorge.

Zum Schluss wurde noch ein Video zu Protesten gegen Schlecker XL in Bremen und zu den antifaschistischen Protesten in Dresden gezeigt. Danach wurde noch einmal dazu aufgerufen, sich am 1. Mai am klassenkämpferischen Block bei der DGB-Demo und bei der Revolutionären 1.-Mai-Demo zu beteiligen. An einem Infotisch konnten die diversen Aufrufe, Plakate und die Zeitung zum 1. Mai mitgenommen werden.

Fotos vom der Videokundgebung