Arbeitskämpfe und betriebliche Organisierung Juristische Repressalien gegen die FAU « Solidarität und Klassenkampf

Arbeitskämpfe und betriebliche Organisierung Juristische Repressalien gegen die FAU

Per einstweiliger Verfügung ist der FAU-Berlin zurzeit untersagt, sich Gewerkschaft zu nennen. Mittlerweile sind ihre Sekretäre mit Geldstrafen und sogar Haft bedroht. Diese Repressalien sind die Folge eines Arbeitskampfes um einen Haustarifvertag, den die FAU gemeinsam mit der Belegschaft des Kinos Babylon Mitte mehrere Monate geführt hat.

Auf dem Roten Abend wird ein Mitglied der Babylon-Belegschaft über den aktuellen Stand des Arbeitskampfs berichten. Der Berliner Arbeitsrechtler Klaus Stähle, der die FAU als Anwalt vertritt, wird eine kurze Einführung in die juristische Problematik geben.
Nach welchem Kriterium entscheidet ein Arbeitsgericht, was eine Gewerkschaft ist? Was bedeutet Begriffe wie Sozial- und Tarifmächtigkeit, die in dieser Auseinandersetzung eine Rolle spielen?

Warum sich auch gewerkschaftliche Kreise außerhalb der FAU für die Koalitionsfreiheit einsetzen sollten, wird der Publizist und Gewerkschaftsaktivist Willi Hajek mit Blick auf die Situation auch an der DGB-Basis erläutern.

Hajek gehört zu den Mitbegründern des „Solidaritätskomitee für gewerkschaftliche Freiheit“, das seine Arbeit vorstellt. Die Grundthese des Komitees, nicht Gerichte, sondern die Beschäftigten sollen darüber entscheiden, wie sie sich organisieren, wird von uns unterstützt.

Roter Abend: Mittwoch, 3. März 2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain